Vincent Maron nimmt dich mit in die pulsierende Welt der 1920er: Er zeigt, wie neue Modeformen und Körperideale die Grenzen zwischen den Geschlechtern sprengten und queeres Leben sichtbarer machten. Gleichzeitig blieb Homosexualität in Deutschland strafbar – verankert im §175.
Der Paragraph richtete sich juristisch vor allem gegen Männer, doch auch homosexuelle Frauen erfuhren Diskriminierung in der Weimarer Republik. Der Sexualforscher Magnus Hirschfeld spielte eine Schlüsselrolle: Er schickte Publikationen an die Trierer Stadtbibliothek, um den Zugang zu seinen Schriften gerade in konservativen Regionen zu sichern.
Viele Facetten queeren Lebens in Trier sind kaum dokumentiert; oft treten Betroffene erst durch die systematische Verfolgung während der nationalsozialistischen Herrschaft in offiziellen Akten zutage. Zu den genannten Betroffenen gehört die Dichterin Gertrud Schloß.
Im Programm steht ein Vortrag von Vincent Maron — eine Chance, Geschichte lebendig nachzuspüren, Fragen zu stellen und neue Perspektiven zu gewinnen. Komm vorbei und lass dich inspirieren!
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