
Die Bundespolizei Trier hat auf der BAB 64 einen 30-Jährigen mit Haftbefehl festgenommen. Er muss 59 Tage in Haft – und Amphetamin wurde auch gefunden.
Die Bundespolizei Trier hat am Montagmittag einen 30-jährigen deutschen Staatsbürger auf der BAB 64 festgenommen. Der Mann war mit einem Haftbefehl gesucht worden und reiste zum Zeitpunkt der Kontrolle als Beifahrer eines Ford Transporters aus Luxemburg kommend ins Bundesgebiet ein. Der Einsatz endete für den 30-Jährigen mit der Einlieferung in eine Justizvollzugsanstalt.
Der Grund für den Haftbefehl liegt in einem Urteil aus dem September 2025. Damals wurde der Mann wegen eines Verkehrsdeliktes zu einer Geldstrafe in Höhe von 7.080 Euro verurteilt. Da er diese Summe nicht aufbringen konnte, wurde die Geldstrafe in eine Freiheitsstrafe umgewandelt. Der 30-Jährige muss nun 59 Tage in einer nahe gelegenen Justizvollzugsanstalt verbüßen.
Solche Fälle zeigen, dass offene Geldstrafen ernste rechtliche Konsequenzen haben können – auch noch Monate nach dem ursprünglichen Urteil. Wer eine Geldstrafe nicht zahlt, riskiert die Umwandlung in eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe, bei der jeder nicht bezahlte Tagessatz einem Tag Haft entspricht.
Im Rahmen der Kontrolle führten die Bundespolizistinnen und Bundespolizisten auch eine Durchsuchung des Mannes durch. Dabei machten sie einen weiteren Fund: In seiner Unterhose versteckt trugen die Beamten eine geringe Menge Amphetamin sicher. Als direkte Folge dieses Fundes leitete die Bundespolizei Trier ein Strafverfahren gegen den 30-Jährigen ein. Neben der bereits laufenden Haftstrafe wegen der unbezahlten Geldstrafe kommen damit weitere rechtliche Konsequenzen auf ihn zu.
Der Fall reiht sich in eine Serie von Einsätzen der Bundespolizeiinspektion Trier ein, die in jüngster Zeit mehrfach durch gezielte Kontrollen Fahndungserfolge erzielen konnte. Bereits Mitte August 2026 hatte die Bundespolizei Trier einen 57-jährigen deutschen Staatsbürger übernommen, der von der Police Luxemburg ausgeliefert worden war. Gegen diesen lagen ein Europäischer Haftbefehl sowie ein nationaler Untersuchungshaftbefehl vor.
Die Lage der Region Trier an der Grenze zu Luxemburg macht die BAB 64 zu einer wichtigen Kontrollroute für die Bundespolizei. Regelmäßige Überprüfungen von Personen und Fahrzeugen ermöglichen es den Beamten, gesuchte Personen zu identifizieren und Haftbefehle zu vollstrecken. Der aktuelle Fall zeigt einmal mehr, wie effektiv solche Kontrollen sein können – selbst wenn die gesuchte Person lediglich als Beifahrer unterwegs ist.
In Deutschland kann eine Geldstrafe, die trotz Mahnung nicht bezahlt wird, in eine Ersatzfreiheitsstrafe umgewandelt werden. Dabei entspricht in der Regel jeder Tagessatz der Geldstrafe einem Tag Haft. Im Fall des 30-Jährigen wurde eine Haftdauer von 59 Tagen festgesetzt. Die Vollstreckung erfolgt, sobald die Behörden die betreffende Person antreffen – wie in diesem Fall bei der Einreisekontrolle auf der BAB 64.
Für Betroffene, die eine Geldstrafe nicht zahlen können, gibt es in Deutschland grundsätzlich die Möglichkeit, gemeinnützige Arbeit als Alternative zur Ersatzfreiheitsstrafe zu leisten. Ob und inwieweit diese Möglichkeit im vorliegenden Fall geprüft wurde, ist den Angaben der Bundespolizei nicht zu entnehmen.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Antenne Trier
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.