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Falsche Polizeibeamte erbeuten Bargeld und Schmuck in Gerolstein

Falsche Polizeibeamte erbeuteten in Gerolstein Bargeld und Schmuck einer 89-Jährigen. Die Polizei warnt und sucht Zeugen zu einem Verdächtigen.

Redaktion
·
2. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Stunden

Betrugswelle trifft ältere Menschen in Gerolstein

Am Freitag, dem 2. Oktober 2026, haben Betrüger in Gerolstein und den umliegenden Ortsteilen mit einer altbekannten, aber weiterhin wirkungsvollen Masche zugeschlagen: dem Trick der sogenannten falschen Polizeibeamten. Wie die Polizei meldet, gingen bei der Polizeiwache Gerolstein und der Polizeiinspektion Daun am selben Tag mehrere Hinweise auf Betrugsversuche ein, die sich vor allem gegen lebensältere Personen richteten.

Die Täter nutzten dabei ein Vorgehen, das Ermittlern seit Jahren bekannt ist, aber immer wieder erfolgreich eingesetzt wird: Am Telefon gaben sich die Anrufer als Polizeibeamte aus und erzählten den Angerufenen von angeblichen Einbrüchen in der Nachbarschaft. Um die vermeintliche Gefahr für das eigene Vermögen glaubhaft zu machen, forderten sie die Opfer auf, Bargeld und Wertgegenstände zur „sicheren Verwahrung“ an die Polizei zu übergeben.

Acht Versuche scheiterten – ein Fall war erfolgreich

In insgesamt acht Fällen zeigte sich, dass die Wachsamkeit der Angerufenen griff: Die Betrugsmasche wurde rechtzeitig durchschaut, sodass keine Wertsachen übergeben wurden. Diese Zahl macht deutlich, wie breit die Anrufwelle in Gerolstein und Umgebung an diesem Tag gestreut war.

In einem Fall hatten die Täter jedoch Erfolg. Gegen 13:00 Uhr erhielt eine 89-jährige Frau aus Gerolstein einen Anruf von einer angeblichen Polizeibeamtin, die sie gezielt nach vorhandenen Wertgegenständen befragte. Nur rund 40 Minuten später, gegen 13:40 Uhr, erschien ein männlicher Täter persönlich an ihrer Wohnung und nahm Bargeld sowie Schmuck im Gesamtwert von etwa 1.000 Euro entgegen. Die schnelle Abfolge von Telefonanruf und persönlicher Abholung zeigt, wie arbeitsteilig und professionell die Tätergruppen bei dieser Betrugsart vorgehen.

Die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen

Der Mann, der das Bargeld und den Schmuck entgegennahm, wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 35 bis 40 Jahre alt, von schlanker Figur, mit dunklen Haaren, bekleidet mit einer blauen Jeans. Er sprach akzentfreies Deutsch.

Die Polizei bittet nun Zeuginnen und Zeugen um Mithilfe. Wer am 2. Oktober 2026 zwischen 13:00 Uhr und 14:00 Uhr im Bereich der Straße Am Auberg in Gerolstein verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, soll sich melden – entweder bei der Polizeiwache Gerolstein unter der Telefonnummer 06591-95260 oder per Mail an pwgerolstein@polizei.rlp.de, alternativ bei der Polizeiinspektion Daun unter 06592-96260 oder per Mail an pidaun@polizei.rlp.de.

Wichtige Hinweise zum Schutz vor dieser Betrugsmasche

Die Polizei nutzt den Vorfall, um erneut eindringlich vor dieser Art von Telefonbetrug zu warnen. Grundsätzlich gilt: Weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft fordern am Telefon dazu auf, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu übergeben oder zur angeblichen sicheren Verwahrung bereitzulegen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sich keinesfalls unter Druck setzen lassen und keine Auskünfte über die eigenen Vermögensverhältnisse geben.

Die Polizei rät dazu, ein verdächtiges Gespräch konsequent zu beenden und im Zweifel umgehend die örtlich zuständige Polizeidienststelle zu verständigen. Gerade bei älteren Menschen, die häufig gezielt als Zielgruppe ausgewählt werden, kann es hilfreich sein, im Familien- oder Bekanntenkreis offen über solche Betrugsmaschen zu sprechen, damit im Ernstfall schnell reagiert werden kann.

Fazit

Der Fall aus Gerolstein zeigt erneut, wie professionell und zugleich dreist Betrüger mit der Masche der falschen Polizeibeamten vorgehen. Dass acht von neun bekannten Versuchen an diesem Tag scheiterten, ist ein gutes Zeichen für die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung – der eine erfolgreiche Betrug zeigt aber, dass weiterhin Vorsicht geboten ist. Wer verdächtige Anrufe erhält oder Beobachtungen zum beschriebenen Tatverdächtigen gemacht hat, sollte sich zeitnah bei der Polizei melden.

Quellen


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