
Kinderhospiz in Trier: Hintergründe zur Nestwärme-Partnerschaft mit dem Volksfreund, Spendenmöglichkeiten und was ein Kinderhospiz für Familien bedeutet.
In Trier entsteht seit einiger Zeit ein Kinder- und Jugendhospiz, das von der Organisation nestwärme getragen wird. Das Grundstück dafür liegt am Petrisberg. Wie nestwärme mitteilt, hat die Stiftung Rehkids das Grundstück erworben, tritt als Bauherrin für das Gebäude auf und wird künftig Vermieterin der Flächen an nestwärme sein. Für die gesamte Ausstattung und den nachhaltigen Betrieb des Hauses ist nestwärme selbst verantwortlich. Das Vorhaben soll als eine Art Rast- und Ruhestätte für hochbelastete Familien mit schwerkranken Kindern dienen.
Welche Bedeutung stationäre Kinderhospize für betroffene Familien haben, erläutert die Bundesstiftung Kinderhospiz. Demnach leben in Deutschland etwa 50.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensbegrenzenden Erkrankungen, von denen jährlich rund 5.000 sterben. Die Kinderhospizarbeit betrachtet dabei, wie die Bundesstiftung Kinderhospiz erklärt, das gesamte Familiengefüge als untrennbare Einheit und unterstützt ausdrücklich auch Eltern und Geschwisterkinder. Die Begleitung beginnt bereits nach der Diagnose einer lebensbegrenzenden Erkrankung und reicht über den Tod des Kindes hinaus.
Nach Angaben der Bundesstiftung Kinderhospiz besteht die Kinderhospizarbeit aus einem ambulanten und einem stationären Arbeitsbereich, die sich gegenseitig ergänzen und nahtlos ineinander übergehen. Ziel ist es, die palliative Pflege und palliativ-medizinische Behandlung sicherzustellen sowie eine umfassende Trauerbegleitung anzubieten. Dabei koordiniert die Kinderhospizarbeit auch die medizinisch-pflegerischen und psychosozialen Unterstützungsleistungen im unmittelbaren Lebensumfeld der Familien. Ein wichtiger Bestandteil ist zudem die Qualifizierung und fachliche Begleitung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden.
Während ambulante Kinderhospizdienste Familien im Alltag zu Hause unterstützen, bieten stationäre Einrichtungen laut Bundesstiftung Kinderhospiz einen Rückzugsort aus dem belasteten Alltag. Ein Aufenthalt in einem stationären Kinderhospiz soll diese tägliche Unterstützung gerade in Krisensituationen ergänzen und zugleich Frei- und Erholungsräume für Eltern, erkrankte Kinder und Geschwister schaffen.
Für das Trierer Projekt hat sich seit Ende 2022 eine langfristige Medienpartnerschaft mit dem Trierischen Volksfreund etabliert. Wie nestwärme auf seiner Website darstellt, soll diese Partnerschaft während der gesamten Bau- und Einrichtungsphase laufen, voraussichtlich bis Mitte oder Ende 2025. Ziel der Kooperation ist es, die Großregion über die Kinderhospizarbeit bei nestwärme sowie über das geplante teil- und vollstationäre Kinder- und Jugendhospiz zu informieren und Menschen in der Region zum Mitmachen und Spenden einzuladen.
Nestwärme weist zudem auf verschiedene Möglichkeiten hin, sich finanziell zu engagieren. Spenderinnen und Spender können etwa bei einer Überweisung oder Online-Spende das Stichwort „TV ja“ angeben, um in einer künftigen Ausgabe des Trierischen Volksfreunds namentlich genannt zu werden. Wer im Rahmen einer Feier oder eines Events Spenden sammelt, kann laut nestwärme zudem ein Foto in der Spendengalerie der Organisation platzieren lassen. Unternehmen erhalten auf Wunsch eine Urkunde sowie ein Spendensiegel für die eigene Kommunikation; Unternehmen, die ab 5.000 Euro spenden, werden nach Angaben von nestwärme regelmäßig in einer Anzeige des Trierischen Volksfreunds genannt.
Für Spenden hat nestwärme ein eigenes Sonder-Spendenkonto für das Kinder- und Jugendhospiz eingerichtet, geführt bei der Volksbank Trier Eifel eG. Neben Geldspenden können sich Interessierte laut Organisation auch ehrenamtlich engagieren oder eigene Charity-Aktionen zugunsten des Projekts planen. Bei inhaltlichen Fragen rund um das Vorhaben nennt nestwärme Dirk Hense als Ansprechpartner, bei Fragen zu Spendenquittungen Sandra Konz.
Neben dem geplanten stationären Kinderhospiz betreibt nestwärme nach eigenen Angaben bereits einen ambulanten Kinderhospizdienst, der Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern im westlichen Rheinland-Pfalz begleitet. Beide Angebote sollen künftig ineinandergreifen und Familien sowohl im Alltag zu Hause als auch in besonderen Krisensituationen unterstützen.
Mit dem fortschreitenden Baufortschritt am Petrisberg und der bis mindestens 2025 angelegten Medienpartnerschaft bleibt das Thema Kinderhospiz in Trier weiterhin aktuell. Wie die Beispiele aus der bundesweiten Kinderhospizarbeit zeigen, stellt ein stationäres Haus für betroffene Familien einen wichtigen Baustein dar, um neben der medizinischen und pflegerischen Versorgung auch emotionale Entlastung zu ermöglichen. Ob und wann das Trierer Haus seinen Betrieb aufnimmt, hängt nach aktuellem Stand der verfügbaren Informationen vom weiteren Verlauf der Bau- und Einrichtungsphase ab.






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