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Schlaganfall erkennen und vorbeugen: Was Experten raten

Jede Minute zählt: Experten erklären, wie sich ein Schlaganfall erkennen und vorbeugen lässt, und wie Telemedizin in der Region Trier dabei hilft.

Redaktion
·
23. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Stunde

Schlaganfall: Eine der häufigsten Ursachen für bleibende Behinderungen

Mehr als eine Viertelmillion Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall. Wie der SWR berichtet, zählt er zu den häufigsten Todesursachen und ist zugleich die häufigste Ursache für bleibende Behinderungen im Erwachsenenalter. Besonders alarmierend: Schlaganfälle treffen zunehmend auch Menschen unter 55 Jahren.

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die Zeit. Jede Minute, die bis zur Behandlung vergeht, beeinflusst, wie viel Hirngewebe noch gerettet werden kann. Um Betroffene schneller zu versorgen, setzen Forschende und Kliniken nach Angaben des SWR zunehmend auf neue Bluttests, Telemedizin und moderne Schlaganfall-Netzwerke. Gleichzeitig eröffnen aktuelle Forschungsergebnisse neue Perspektiven für die Rehabilitation und die Regeneration des Gehirns nach einem Schlaganfall.

Telemedizin auch in der Region Trier im Einsatz

Auch in der Region Trier spielt die schnelle und sichere Erkennung von Schlaganfällen eine wichtige Rolle. Laut dem E-Magazin des Brüderkrankenhauses Trier nimmt die dortige Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie seit April 2016 am Telemedizinischen Schlaganfallnetzwerk Rheinland-Pfalz teil, in dem sechs Schlaganfalleinheiten zusammengeschlossen sind. Mithilfe sogenannter Telekonsile unterstützen die Expertinnen und Experten dabei auch andere Krankenhäuser darin, Schlaganfälle noch sicherer zu erkennen.

Das Brüderkrankenhaus Trier weist zudem darauf hin, dass sich das individuelle Schlaganfallrisiko durch gezielte Maßnahmen senken lässt. Professor Dr. med. Matthias Maschke, Chefarzt der Neurologie im Brüderkrankenhaus Trier, erläutert laut dem Magazin, bei welchen Symptomen an einen Schlaganfall gedacht werden sollte und wie sich das persönliche Risiko verringern lässt.

Vorbeugung durch gesunden Lebensstil

Ein wichtiger Faktor für das Schlaganfallrisiko ist nach Angaben des SWR ein erhöhter Cholesterinwert, der zugleich auch das Herzinfarktrisiko steigert. Dagegen helfen demnach Bewegung, eine gesunde Ernährung sowie – bei Bedarf – Statine, deren Wirksamkeit gut erforscht sei. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten laut SWR weltweit als Todesursache Nummer eins, wobei mehr als 75 Prozent davon vermeidbar seien.

Leben nach einem Schlaganfall

Ein Schlaganfall kann das Leben der Betroffenen grundlegend verändern. Der SWR berichtet etwa von einer Frau aus Koblenz, die mit Anfang 40 einen Schlaganfall erlitt und seitdem halbseitig gelähmt ist und nicht mehr arbeiten kann. Solche Fälle verdeutlichen, wie wichtig schnelles Handeln im Ernstfall und eine konsequente Vorbeugung sind.

Fachleute aus Medizin und Forschung sind sich einig: Aufklärung über Risikofaktoren, der Ausbau telemedizinischer Netzwerke und eine rasche Behandlung im Ernstfall sind zentrale Bausteine, um die Folgen eines Schlaganfalls zu begrenzen und Betroffenen langfristig eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen.

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