Studio-Hotline 0651/4628840

Zeitumstellung am Wochenende: Eine Stunde mehr Schlaf für Trier

Am Wochenende werden die Uhren wieder zurückgestellt: Alles zu Termin, Hintergrund und Tipps gegen den kleinen Jetlag nach der Zeitumstellung.

Redaktion
·
21. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 6 Stunden

Am Sonntag wird eine Stunde geschenkt

Der Herbst meldet sich in Trier und der Region nicht nur mit fallenden Blättern und kühleren Temperaturen zurück, sondern auch mit einem festen Ritual: der Zeitumstellung. In den frühen Morgenstunden werden die Uhren von drei Uhr auf zwei Uhr zurückgedreht. Wie die Zeitschrift stern.de berichtet, gilt das nicht nur für Deutschland, sondern für die meisten Länder Europas. Ausnahmen bilden Island, das grundsätzlich keine Zeitumstellung kennt, sowie Russland und Belarus, die bereits 2014 die Sommerzeit abgeschafft haben.

Für alle, die in dieser Nacht wach sind oder noch analoge Uhren besitzen, bedeutet das vor allem eines: eine Stunde mehr Schlaf. Denn anders als im Frühjahr, wenn die Uhr vorgestellt wird und eine Stunde fehlt, wird der Tag beim Übergang zur Winterzeit länger. Wer sich nicht sicher ist, in welche Richtung der Zeiger gedreht werden muss, kann sich laut stern.de an einem einfachen Merksatz orientieren: Gartenmöbel werden im Frühling nach draußen gestellt, im Herbst wandern sie zurück in den Schuppen – genauso verhält es sich mit der Uhr.

Woher die Zeitumstellung eigentlich stammt

Die Praxis, zweimal im Jahr an der Uhr zu drehen, ist älter, als man vielleicht denkt. Bereits 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, stellte das Deutsche Reich in den helleren Monaten auf Sommerzeit um, um Rohstoffe zu schonen. In der heutigen Form gibt es die Regelung seit 1980: Seitdem werden die Uhren in Deutschland im März vor- und im Oktober zurückgestellt. Hintergrund war eine Regelung der Europäischen Union, mit der man sich eine effizientere Ausnutzung des Tageslichts und dadurch Energieeinsparungen sowie Vorteile für den Binnenmarkt erhoffte. Seit 1996 ist die Zeitumstellung innerhalb der EU sogar synchronisiert, sodass alle Mitgliedsstaaten in derselben Nacht die Uhren umstellen – eine Praxis, an der auch Großbritannien trotz Brexit festhält.

Ob der ursprünglich erhoffte Spareffekt tatsächlich eingetreten ist, gilt allerdings als fraglich und wurde in den Jahrzehnten seit Einführung der Regelung immer wieder infrage gestellt.

Abschaffung gescheitert – Österreich plant dagegen langfristig

Bereits 2018 hatten Millionen Europäerinnen und Europäer in einer Abstimmung mit großer Mehrheit für ein Ende der Zeitumstellung votiert. Geändert hat sich dennoch nichts, denn die EU-Mitgliedsstaaten konnten sich bislang nicht darauf einigen, welche Zeit künftig dauerhaft gelten soll. Das liegt auch an der geografischen Ausdehnung der Staatengemeinschaft: Für Länder im Osten der EU wäre eine permanente Sommerzeit von Vorteil, während die Staaten im Westen eher zu einer dauerhaften Winterzeit tendieren – abhängig davon, wann in den jeweiligen Regionen die Sonne auf- und untergeht.

Während in Deutschland also weiterhin zweimal im Jahr die Uhr gedreht wird, hat Österreich inzwischen zumindest langfristig Klarheit geschaffen. Wie das Portal heute.at berichtet, hat die österreichische Bundesregierung per Verordnung festgelegt, wann in den Kalenderjahren 2027 bis 2031 die Sommerzeit jeweils beginnt und endet. Zuständig dafür ist laut heute.at Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. Hintergrund ist dabei weiterhin EU-Recht: Die konkreten Termine für Beginn und Ende der Sommerzeit werden auf europäischer Ebene festgelegt, die einzelnen Mitgliedsstaaten schreiben sie anschließend national fest. Auch das österreichische Wirtschaftsministerium bestätigt laut heute.at, dass Geltungszeitraum und Umstellungszeitpunkte entsprechend der EU-Regelung per Verordnung der Bundesregierung festgelegt werden.

So übersteht man den kleinen Jetlag

Auch wenn es nur um eine Stunde geht, kann die Zeitumstellung den eigenen Biorhythmus durcheinanderbringen. Mehrere Tage anhaltende Müdigkeit ist laut stern.de keine Seltenheit. Krankenkassen empfehlen deshalb, sich bereits im Vorfeld schrittweise auf die neue Zeit einzustellen: Vor dem Übergang zur Winterzeit kann es helfen, in den Tagen davor jeweils etwas später ins Bett zu gehen, um sich behutsam an die neue Routine zu gewöhnen.

Wer dennoch müde ist, sollte nach Möglichkeit auf einen Mittagsschlaf verzichten, um abends erschöpft genug für einen durchgehenden Schlaf zu sein. Auch Tageslicht und Bewegung an der frischen Luft helfen dabei, schneller in den neuen Rhythmus zu finden – ein Tipp, der laut stern.de übrigens nicht nur rund um die Zeitumstellung gilt, sondern das ganze Jahr über sinnvoll ist.

Was bleibt

Für die Menschen in Trier und der Region heißt es also: Wecker kontrollieren, Smartphone übernimmt die Umstellung ohnehin automatisch, und am Sonntagmorgen eine Stunde länger im Bett bleiben. Dass sich an der grundsätzlichen Praxis der Zeitumstellung in absehbarer Zeit etwas ändert, ist unwahrscheinlich – zu groß sind die Differenzen zwischen den EU-Staaten. Immerhin hat Österreich mit seiner Verordnung bis 2031 für die kommenden Jahre zumindest Planungssicherheit geschaffen, während sich in Deutschland und auf EU-Ebene an der Debatte grundsätzlich wenig geändert hat.

Quellen


Artikel teilen
Hilf uns, lokale Nachrichten zu verbreiten.

Dein Beitrag für Antenne Trier

Ob Meinung, Hinweis oder persönliche Geschichte: Reiche deinen Kommentar ein. Unsere Redaktion prüft deinen Beitrag vor der Veröffentlichung.

Das könnte dich auch interessieren

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

1
Kontakt
2
Unterlagen
3
Datenschutz
WhatsApp
Datenschutz*

Kontaktformular

Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.