
Ein 19-Jähriger fuhr als Falschfahrer auf der A64 bei Trier – die Bundespolizei konnte die gefährliche Geisterfahrt zufällig stoppen, bevor Schlimmeres geschah.
Ein dramatischer Einsatz hat am Freitagabend die Polizei in der Region Trier auf Trab gehalten: Auf der A64 meldeten gleich mehrere Verkehrsteilnehmer einen Falschfahrer. Der Vorfall ereignete sich gegen 21:14 Uhr, als ein 19-jähriger deutscher Fahrer mit seinem PKW auf der Richtungsfahrbahn Trier in Richtung Luxemburg unterwegs war – allerdings in die völlig falsche Richtung.
Nach aktuellem Ermittlungsstand kamen dem jungen Mann auf seiner Falschfahrt mehrere andere Autofahrer entgegen. Besonders brisant: Die gefährliche Fahrt zog sich über mehrere Kilometer hin, bevor sie beendet werden konnte. Für die betroffenen Verkehrsteilnehmer dürfte dies ein echter Schreckmoment gewesen sein, denn ein entgegenkommendes Fahrzeug auf der Autobahn stellt eine der gefährlichsten Situationen im Straßenverkehr überhaupt dar.
Dass die Situation letztlich ohne schwerwiegende Folgen blieb, ist einem glücklichen Zufall zu verdanken: Eine Streife der Bundespolizei befand sich just zu diesem Zeitpunkt vor Ort und konnte die Falschfahrt stoppen. Neben den Bundespolizisten war auch eine Streife der Polizeiautobahnstation Schweich im Einsatz, um die Lage zu klären und abzusichern.
Gegen den 19-Jährigen wurde im Anschluss ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet. Welche genauen Umstände zu der Falschfahrt geführt haben, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Fest steht: Geisterfahrten zählen zu den gefährlichsten Vorkommnissen auf Autobahnen, da sie durch die hohen Differenzgeschwindigkeiten der Fahrzeuge ein enormes Unfallrisiko bergen.
Die Polizeiautobahnstation Schweich sucht nun nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder durch die Falschfahrt gefährdet wurden. Betroffene und Zeugen können sich telefonisch unter 06502 91650 oder per E-Mail an pastschweich@polizei.rlp.de melden. Gerade die Angaben von Verkehrsteilnehmern, denen das Fahrzeug entgegenkam, könnten für die weiteren Ermittlungen von Bedeutung sein.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Einsätzen der Polizeiautobahnstation Schweich und der Bundespolizei in der Region Trier ein. Erst wenige Tage zuvor hatten gemeinsame Kontrolltage im gewerblichen Güterverkehr für Aufsehen gesorgt, bei denen Beamte in 18 Fällen die Weiterfahrt untersagen mussten. Auch Geschwindigkeitskontrollen gehören zum ständigen Repertoire der Trierer Polizei, etwa auf der A64 bei Pfalzel oder der A1 bei Schweich. Solche Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Sicherheit auf den stark befahrenen Strecken rund um Trier zu erhöhen.
Der aktuelle Fall zeigt einmal mehr, wie schnell sich eine Autobahnfahrt zu einer lebensbedrohlichen Situation entwickeln kann. Dass die Bundespolizei zufällig vor Ort war, dürfte Schlimmeres verhindert haben. Autofahrerinnen und Autofahrer, die auf der A64 unterwegs sind, sollten bei Warnmeldungen über Falschfahrer stets besonders wachsam sein und im Zweifel rechts fahren, Abstand halten und nicht überholen.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Antenne Trier
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.