
Die Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region feierte im Forum Daun über 100 neue Gesellen. Alle Infos zur Lossprechungsfeier 2026 gibt es hier.
Ein besonderer Abend für die Handwerksregion Mosel-Eifel-Hunsrück: Am Donnerstag, dem 27. August, veranstaltete die Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (KH MEHR) ihre zweite von drei großen Lossprechungsfeiern – diesmal im Forum in Daun. Rund 300 Gäste füllten den Saal bis auf den letzten Platz und feierten gemeinsam eine neue Generation von Fachkräften. Das Motto des Abends: „Ihr könnt alles, was kommt!“ – ein Zitat aus der deutschlandweiten Handwerkskampagne, das den Geist der Veranstaltung treffend auf den Punkt brachte.
Über 100 Junghandwerkerinnen und Junghandwerker aus acht verschiedenen Handwerksberufen erhielten bei der feierlichen Zeremonie ihre Prüfungszeugnisse, die auch als Gesellenbrief bekannt sind. Mit großem Applaus und offensichtlicher Freude nahm die Handwerksgemeinschaft die neue Generation in ihre Reihen auf.
Besonders eindrucksvoll war der Anblick der verschiedenen Berufsgruppen, die zum Teil in traditioneller Zunftkleidung – der sogenannten Kluft – erschienen. Neben den Dachdeckern, für die das Tragen dieser Tracht Standard ist, gesellten sich in diesem Jahr auch die Maler- und Lackierer dazu und setzten damit ein sichtbares Zeichen für Handwerksstolz und Tradition.
Die Vielfalt der ausgebildeten Berufe war beeindruckend: Bäcker, Fachverkäufer, Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Maler- und Lackierer für Gestaltung und Instandhaltung, Schreiner/Tischler, Dachdecker sowie Kraftfahrzeugmechatroniker für Personenkraftwagen oder Nutzfahrzeuge waren vertreten. Geschäftsführer Christian Weirich, der den Abend moderierte, brachte es treffend auf den Punkt: „Stellvertretend verkörpern sie die Vielfalt und Stärke des regionalen Handwerks, das weit über einen bloßen Beruf hinausgeht – es steht für Leidenschaft, Können und Verantwortung.“
Der Begriff „Freisprechung“ oder „Lossprechung“ hat eine jahrhundertelange Geschichte. Er bezeichnet den Zeitpunkt, an dem ein Lehrling offiziell von seinen Pflichten gegenüber dem Lehrherrn freigesprochen – also losgesprochen – wurde. Diese Tradition lebt bis heute fort und verleiht solchen Feiern eine besondere historische Bedeutung, die weit über eine reine Zeugnisübergabe hinausgeht.
Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Handwerk nutzten die Gelegenheit, die Leistungen der Junghandwerker zu würdigen. Dietmar Pitzen, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Vulkaneifel, betonte: „Keine wirtschaftliche Branche erreicht so eine hohe Ausbildungsquote wie das Handwerk.“ Er dankte den ausbildenden Betrieben und allen, die das Netzwerk Ausbildung möglich machen.
Auch Landrätin Julia Gieseking vom Vulkaneifelkreis ließ ihre Freude über den Erfolg der Absolventen deutlich spüren. Mit den Worten „Sie sind jetzt freigesprochen. Herzlichen Glückwunsch!“ und „Wir haben tolle Handwerker in der Eifel!“ richtete sie ihren Dank und ihre Anerkennung an alle Anwesenden im Saal.
Der emotionale Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung der Prüfungsbesten. Kreishandwerksmeister Raimund Licht, Vorsitzender der KH MEHR, richtete dabei das Wort an die Gäste und gratulierte der jungen Handwerksgeneration herzlich. Gleichzeitig dankte er allen Beteiligten aus dem Netzwerk Handwerk – den Ausbildern, den Fachlehrern, den Handwerkskollegen aus den Prüfungsausschüssen und ganz besonders den Familien und Freunden, die die Auszubildenden während ihrer Ausbildungszeit unterstützt hatten.
Zum Abschluss der Feier wies KH MEHR Geschäftsführer Weirich auf die vielfältigen Karrieremöglichkeiten hin, die den frisch gebackenen Gesellen nun offenstehen: „Ob Weiterbildung, Meisterbrief, neue Herausforderungen im Betrieb oder vielleicht sogar die Selbstständigkeit – ihr habt alle Möglichkeiten.“ Er dankte zudem allen Mitwirkenden und besonders der Kreissparkasse Vulkaneifel für ihre Unterstützung bei der Ausrichtung der Feier.
Ein besonders persönlicher Moment des Abends galt Dirk Kleis, dem Hauptgeschäftsführer der KH MEHR, der ebenfalls unter den Gästen war. Kreishandwerksmeister Licht würdigte ihn mit bewegenden Worten: „Nach 25 Jahren im Dienst für das Handwerk beginnt für ihn eine neue Zeit“ – und wünschte ihm alles Gute für den wohlverdienten Ruhestand. Eine Anerkennung, die im Saal sichtlich Anklang fand.
Die Lossprechungsfeier in Daun war nach Bitburg die zweite von insgesamt drei Feiern der KH MEHR. Insgesamt dürfen sich 260 neue Fachkräfte im Bereich des Eifelkreises, des Vulkaneifelkreises und des Kreises Bernkastel-Wittlich über ihren erfolgreichen Abschluss freuen. Unter ihnen befinden sich 43 Prüfungsbeste, die in der Gesamtnote mindestens „gut“ erreicht haben – eine beeindruckende Leistung, die den hohen Ausbildungsstandard in der Region unterstreicht.
Die Lossprechungsfeiern der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region zeigen eindrucksvoll, wie lebendig und zukunftsorientiert das regionale Handwerk aufgestellt ist. Wer gut ausgebildete Fachkräfte sucht oder selbst eine Karriere im Handwerk anstrebt, findet in dieser Region ein starkes Netzwerk und beste Voraussetzungen.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Antenne Trier
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.