
Dachgeschossbrand in Kenn: Bewohner flüchtet mit Hund übers Dach, versteckt sich im Keller und wird von der Polizei überwältigt. Schaden rund 60.000 Euro.
Am frühen Dienstagmorgen des 03.11.2026 kam es in der Trierer Straße in Kenn zu einem Wohnungsbrand, der mehrere Einsatzkräfte aus der Region auf den Plan rief. Gegen 06:40 Uhr meldete ein Anwohner des betroffenen Mehrparteienhauses den Brand einer Dachgeschosswohnung. Was folgte, war eine dramatische Rettungsaktion, bei der am Ende glücklicherweise niemand verletzt wurde.
Der Bewohner der brennenden Dachgeschosswohnung reagierte in der Gefahrensituation ungewöhnlich: Er kletterte gemeinsam mit seinem Hund über das Dach zur Nachbarwohnung und klopfte dort an das Fenster des Anwohners, der schließlich den Notruf absetzte. Noch bevor die Rettungskräfte am Einsatzort eintrafen, verschwand die Person jedoch wieder – gemeinsam mit dem Hund verschanzte sie sich im Keller des Gebäudes.
Die übrigen Bewohner des Hauses konnten von den eingesetzten Kräften rechtzeitig evakuiert werden. Sie blieben alle unverletzt, mussten ihre Wohnungen aber vorübergehend verlassen, während die Feuerwehr den Brand bekämpfte.
Den eingesetzten Feuerwehren gelang es, das Feuer in der Dachgeschosswohnung zu löschen. Durch den Brand entstand jedoch ein erheblicher Sachschaden in Höhe von rund 60.000 Euro. Die betroffene Wohnung dürfte nach derzeitigem Stand vorerst unbewohnbar sein, sodass auf den Bewohner und mögliche weitere Betroffene zunächst längere Einschränkungen zukommen.
Im Einsatz befanden sich die Feuerwehren aus Schweich, Longuich und Kenn sowie zwei Rettungswagen. Die Polizeiinspektion Schweich war mit drei Streifenwagen vor Ort, um die Lage abzusichern und bei der Evakuierung zu unterstützen.
Während die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle brachte, suchten die Polizeibeamten im Gebäude nach dem ursprünglichen Bewohner der Dachgeschosswohnung. Dieser wurde schließlich im Keller des Hauses angetroffen, wo er sich mit seinem Hund versteckt hielt. Die eingesetzten Polizeibeamten überwältigten und fixierten den Mann. Dabei leistete er Widerstand gegen die Vollstreckungsbeamten.
Nach Angaben der Polizei befand sich der Mann zum Zeitpunkt des Einsatzes in einem psychischen Ausnahmezustand. Im Anschluss an die Festnahme wurde er in eine psychiatrische Einrichtung eingeliefert, um dort weiter betreut zu werden.
Weil sich der Hund des Mannes während des gesamten Einsatzes in seiner Nähe befand, war zusätzlich eine Diensthundeführerin der Polizei vor Ort, um das Tier zu sichern. So konnte verhindert werden, dass es im Zuge der angespannten Situation im Keller zu weiteren Gefährdungen für Einsatzkräfte oder den Hund selbst kam.
Die Ursache des Feuers ist bislang nicht abschließend geklärt. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Angesichts des psychischen Ausnahmezustands des Verantwortlichen und seines ungewöhnlichen Verhaltens während des Einsatzes dürften die Ermittler den genauen Hergang des Brandes in den kommenden Tagen und Wochen genauer untersuchen.
Für die Bewohner des Mehrparteienhauses bedeutet der Vorfall zunächst, dass zumindest die Dachgeschosswohnung vorerst nicht nutzbar ist. Ob und wann die übrigen Mietparteien wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können, hängt von den weiteren Untersuchungen vor Ort ab. Die Polizeiinspektion Schweich steht für Rückfragen zu dem Einsatz zur Verfügung.






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