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Diesterweg-Stipendium in Trier: Die Erfolgsgeschichte geht in die vierte Runde

Das Diesterweg-Stipendium in Trier geht in die vierte Runde: 14 Grundschüler aus 17 Nationen werden zwei Jahre lang gefördert. Alle Infos zum Programm.

Redaktion
·
8. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Wochen

Trier fördert Grundschüler zum vierten Mal mit dem Diesterweg-Stipendium

Eine bewährte Partnerschaft zwischen der Stadt Trier und der Nikolaus-Koch-Stiftung geht in die nächste Runde: Zum vierten Mal vergibt das Bildungs- und Medienzentrum (BMZ) das Trierer Diesterweg-Stipendium. Das Förderprogramm richtet sich an Grundschülerinnen und Grundschüler, die sich im Übergang zu weiterführenden Schulen befinden – und unterstützt dabei nicht nur die Kinder selbst, sondern auch ihre Familien. Die neue Stipendiumsrunde wurde offiziell mit der Unterzeichnung einer Fördervereinbarung eingeläutet.

Feierlicher Auftakt im Theaterfoyer

Der Startschuss fiel im Foyer des Trierer Theaters: Weiterbildungsdezernent Markus Nöhl sowie Manfred Bitter und Sabine Plate-Betz vom Vorstand der Nikolaus-Koch-Stiftung unterzeichneten gemeinsam die Fördervereinbarung für die neue Stipendiumsrunde. Anschließend legten die 14 beteiligten Kinder gleich los – mit einer Kreativaktion, die den Geist des Programms eindrucksvoll widerspiegelte.

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung standen Wunschbäume, die jede Familie individuell gestaltet hatte. An diesen Bäumen konnten Hoffnungen und Wünsche für die kommenden zwei Jahre sichtbar gemacht werden. Das Bild des gemeinsamen Wachstums – wie bei einem großen Baum – steht als verbindendes Motto über dem gesamten Programm. Die Familien der 14 Kinder kommen aus insgesamt 17 Nationen, was die Vielfalt und den inklusiven Anspruch des Stipendiums unterstreicht.

Ein ganzheitlicher Ansatz gegen Bildungshemmnisse

Das Diesterweg-Stipendium verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um Bildungshemmnissen frühzeitig zu begegnen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden die Kinder und ihre Familien begleitet und gefördert. Dabei geht es laut Manfred Bitter vom Vorstand der Nikolaus-Koch-Stiftung vor allem darum, persönliche Stärken zu entdecken und auszubauen – und das im engen Austausch mit der eigenen Familie sowie den anderen Stipendiaten.

Konkret umfasst das Programm eine spezielle Akademie für die Kinder, ein Elterncafé für die Familien sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen. Auch Kultureinrichtungen sind eingebunden – so öffnete zum Auftakt direkt das Theater seine Türen für die neue Stipendiatengruppe. Begleitet wird das Stipendium im BMZ von Caroline Thielen-Reffgen, Heike Körner und Sofia Liell.

Frühere Stipendiaten zeigen ihre Verbundenheit

Dass das Programm nachhaltig wirkt, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass frühere Stipendiaten immer wieder im Palais Walderdorff vorbeischauen und so ihre Verbundenheit mit dem Stipendium zum Ausdruck bringen. Für Caroline Thielen-Reffgen, die das Programm im BMZ mitbetreut, ist das ein deutliches Zeichen dafür, wie gut das Diesterweg-Stipendium seit seinem Trierer Start im Coronajahr 2020 angenommen wird. Drei erfolgreiche Stipendiumsrunden liegen bereits hinter dem Projekt – die vierte hat nun begonnen.

Bildungschancen für alle – ein historisches Erbe

Das Diesterweg-Stipendium wurde im Jahr 2008 von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt gegründet. Es trägt den Namen des deutschen Pädagogen und Schulreformers Adolph Diesterweg (1790–1866), für den soziale Aspekte und eine Bildung für alle Menschen eine zentrale Rolle spielten. Dieses Erbe lebt in Trier weiter – mit einem Programm, das Kindern unabhängig von ihrer Herkunft neue Perspektiven eröffnet.

Weiterbildungsdezernent Markus Nöhl betonte gegenüber den Kindern die besondere Bedeutung dieser Chance: „Das ist eine große Chance für Euch, auch bei der Orientierung im Bildungswesen für den weiteren Lebensweg.“ Er dankte der Nikolaus-Koch-Stiftung ausdrücklich für die erneut großzügige Förderung, würdigte die Unterstützung der beteiligten Schulen und Kultureinrichtungen sowie den Einsatz des Teams vom städtischen Bildungs- und Medienzentrum.

Ein starkes Zeichen für Bildungsgerechtigkeit in Trier

Die vierte Runde des Diesterweg-Stipendiums in Trier ist ein klares Signal: Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sind in der Moselmetropole keine leeren Versprechen, sondern gelebte Praxis. Die Kooperation zwischen dem städtischen Bildungs- und Medienzentrum und der Nikolaus-Koch-Stiftung zeigt, wie lokale Institutionen gemeinsam Verantwortung übernehmen und Kindern aus unterschiedlichsten Hintergründen echte Perspektiven eröffnen können.

Weitere Informationen zur neuen Stipendiumsrunde und dem Programm sind bei der Stadt Trier erhältlich.

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