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Gedenkstunde für Holocaust-Opfer im Kurfürstlichen Palais Trier

Am 27. Januar 2026 findet im Kurfürstlichen Palais Trier eine Gedenkstunde für Holocaust-Opfer statt.

Redaktion
·
1. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 4 Wochen

Gemeinsames Erinnern am internationalen Holocaust-Gedenktag

Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages findet am Dienstag, den 27. Januar 2026 um 18 Uhr eine offizielle Gedenkveranstaltung im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais in Trier statt. Eingeladen haben der Landesverband im Verband Deutscher Sinti und Roma, die jüdische Kultusgemeinde Trier sowie die Stadt Trier. Erwartet werden zahlreiche Gäste aus Politik, Zivilgesellschaft, Kultur und Wissenschaft – darunter auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Landes- und Kommunalpolitik.

Die Gedenkstunde setzt ein wichtiges Zeichen: Erinnerung ist keine Aufgabe von Einzelnen, sondern eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung. Genau diesen Gedanken will die Veranstaltung sichtbar machen – und dabei insbesondere junge Menschen ansprechen und für das Thema Erinnerungskultur sensibilisieren.

Junge Stimmen und vielfältige Perspektiven im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt der diesjährigen Gedenkfeier stehen bewusst junge Stimmen und vielfältige gesellschaftliche Perspektiven. Neben Redebeiträgen aus der jüdischen Community und der Perspektive der Sinti und Roma kommen auch weitere gesellschaftliche Blickwinkel zu Wort. So wird eine Rednerin aus der queeren Community ebenso zu den Anwesenden sprechen wie eine Schülerin aus der Mehrheitsgesellschaft. Beide gestalten den Abend mit ihren persönlichen Beiträgen aktiv mit.

Dieser breite Ansatz macht die Veranstaltung besonders: Sie versteht Erinnerungskultur nicht als abgeschlossenes historisches Kapitel, sondern als lebendige, vielstimmige Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Durch die Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven entsteht ein Bild davon, wie vielfältig die Betroffenheit durch den Holocaust war – und wie wichtig es ist, diese Vielfalt auch im Erinnern abzubilden.

Oberbürgermeister Leibe spricht Grußwort

Oberbürgermeister Wolfram Leibe wird bei der Gedenkveranstaltung ein Grußwort sprechen und damit die Verbundenheit der Stadt Trier mit diesem wichtigen Gedenken zum Ausdruck bringen. Moderiert wird der Abend von Christian Kling, dem Vorsitzenden des Landesverbands der Sinti und Roma.

Die Kombination aus politischem Grußwort, zivilgesellschaftlichem Engagement und den persönlichen Beiträgen junger Menschen macht diese Gedenkstunde zu mehr als einer formellen Pflichtveranstaltung. Sie ist ein Zeichen dafür, dass das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus in Trier lebendig bleibt – und aktiv weitergetragen wird.

Ein Ort mit Gewicht: Der Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais

Der Veranstaltungsort selbst verleiht der Gedenkstunde eine besondere Atmosphäre. Der Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais in Trier ist ein repräsentativer und geschichtsträchtiger Rahmen, der der Würde des Anlasses gerecht wird. Hier, im Herzen der Römerstadt, kommen Menschen aus unterschiedlichsten Lebensbereichen zusammen, um gemeinsam zu gedenken.

Hintergrund: Der internationale Holocaust-Gedenktag

Der 27. Januar ist seit 1996 in Deutschland und seit 2005 weltweit als internationaler Holocaust-Gedenktag anerkannt. An diesem Tag wird der Opfer des Nationalsozialismus gedacht – der Millionen von Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, Homosexuellen und vielen weiteren Verfolgten, die dem mörderischen Regime des Dritten Reichs zum Opfer fielen. Das Datum erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Truppen am 27. Januar 1945.

Gerade in Zeiten, in denen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit wieder zunehmen, ist es umso wichtiger, dass Städte wie Trier öffentlich und sichtbar Haltung zeigen – und Räume schaffen, in denen Erinnerung nicht nur stattfindet, sondern auch weitergegeben wird.

Für alle Interessierten

Die Gedenkveranstaltung ist eine Einladung an alle, die Erinnerungskultur nicht als Pflicht, sondern als Verantwortung verstehen. Sie richtet sich ausdrücklich auch an junge Menschen, an die Zivilgesellschaft und an alle, die gemeinsam ein Zeichen setzen möchten. Der Eintritt zur Veranstaltung ist der Ankündigung der Stadt Trier zufolge öffentlich – ein Zeichen dafür, dass das Gedenken für alle offen und zugänglich sein soll.

Wer am Dienstag, dem 27. Januar 2026 um 18 Uhr im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais dabei sein möchte, hat die Möglichkeit, Teil eines wichtigen gesellschaftlichen Moments zu sein – und dazu beizutragen, dass die Erinnerung an die Opfer des Holocaust lebendig bleibt.

Quellen


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