
Die neuen Mosel-Lux-Züge tragen künftig Namen von 18 Moselgemeinden. Moselkern, Neef und Pommern gewannen die Bürgerabstimmung mit über 10.000 Stimmen.
Die neuen Regionalzüge im Mosel-Lux-Netz haben ihre Namen erhalten: 18 Ortsgemeinden entlang der Mosel werden künftig auf den modernen Triebfahrzeugen verewigt. Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, in einem Abstimmungswettbewerb mitzuentscheiden – und machten davon reichlich Gebrauch. Mehr als 10.000 Stimmen wurden insgesamt abgegeben, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte.
Besonders gefragt waren drei Gemeinden aus dem Kreis Cochem-Zell: Moselkern, Neef und Pommern belegten die ersten drei Plätze in der Abstimmung. Moselkern darf sich dabei einen besonderen Ehrenplatz sichern: Name und Wappen der Gemeinde sind beim ersten Zug bereits auf den Zugenden angebracht. Die Kennzeichnung der weiteren Gemeinden soll in den nächsten Wochen erfolgen.
Neben den Top-3-Platzierten tragen auch weitere Moselgemeinden ihren Namen zu den neuen Zügen bei. Die vollständige Liste der Namensgeber umfasst:
Die Züge vom Typ Flirt 3 XL sind seit Dezember 2025 auf den Regionalbahnlinien RB 81 und RB 82 zwischen Trier, Koblenz und Perl-Schengen unterwegs. Damit verbinden sie wichtige Knotenpunkte der Region und bedienen eine der landschaftlich reizvollsten Bahnstrecken Deutschlands. Jeder neue Zug legt dabei rund 170.000 Kilometer jährlich entlang der Moselstrecke zurück und befördert im Schnitt etwa 210.000 Reisende pro Jahr – beeindruckende Zahlen, die die Bedeutung dieser Verbindung für Pendlerinnen, Pendler und Freizeitreisende gleichermaßen unterstreichen.
Die Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio Mitte, Silke Janser, zeigte sich erfreut über das Ergebnis: „Wir freuen uns sehr, dass alle unsere neuen MoselLux-Züge künftig Namen tragen und damit als rollende Botschafter für die Gemeinden unterwegs sind.“ Mit dieser Aussage bringt sie auf den Punkt, was die Namensgebung leisten soll: Die Züge sollen nicht nur Transportmittel sein, sondern auch ein Stück regionale Identität verkörpern und die Verbundenheit mit den Gemeinden entlang der Strecke sichtbar machen.
Die Aktion zeigt, wie Bürgerbeteiligung im Alltag funktionieren kann – ohne großen bürokratischen Aufwand, aber mit spürbarem Effekt. Mehr als 10.000 abgegebene Stimmen belegen das Interesse der Menschen in der Region an „ihrem“ Bahnangebot. Die Moselgemeinden erhalten durch die Namensgebung eine ungewöhnliche, aber sichtbare Plattform: Wer mit der RB 81 oder RB 82 fährt, begegnet täglich den Namen kleiner Orte, die sonst vielleicht weniger Aufmerksamkeit auf sich ziehen würden.
Für die Region Trier und das gesamte Mosel-Lux-Netz ist die Einführung der neuen Züge und die damit verbundene Namensgebung ein positives Signal: modernes Zugmaterial, hohe Fahrgastzahlen und eine starke Einbindung der lokalen Bevölkerung. Wer das nächste Mal von Trier aus in Richtung Koblenz oder Perl-Schengen aufbricht, kann also durchaus einen Blick auf den Zugnamen werfen – und dabei ein Stück moselfränkische Heimat entdecken.






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