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Kinderhospiz auf dem Trierer Petrisberg öffnet seine Türen

Auf dem Trierer Petrisberg hat das neue Nestwärme-Kinderhospiz eröffnet. Zehn Zimmer sollen Familien mit schwerkranken Kindern Entlastung und Geborgenheit…

Redaktion
·
25. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 15 Stunden

Ein neuer Ort für Familien mit schwerkranken Kindern

Auf dem Petrisberg in Trier hat ein neues Kinderhospiz eröffnet. Die Einrichtung des Vereins Nestwärme soll Familien mit schwerkranken Kindern entlasten, wie Rockland Radio berichtet. Anders als oft angenommen, geht es in einem Kinderhospiz nicht nur um die Begleitung beim Sterben – Eltern und Geschwister sollen dort auch zur Ruhe kommen und gemeinsam Zeit verbringen können. Dafür stehen zehn Kinderzimmer sowie Unterkünfte für Angehörige bereit.

Wie der SWR berichtet, wird am Petrisberg seit zwei Jahren gebaut. Zur Eröffnung ist nicht alles fertiggestellt, manche Flure wirken noch wie eine Baustelle. Trotzdem öffnet das Haus bereits seine Türen für Familien mit schwer kranken Kindern. Künftig sollen unter einem Dach ambulante, teilstationäre und stationäre Pflege- und Hospizangebote zusammenkommen.

Zehn Zimmer, Garten und ein Begegnungszentrum

Die zehn Zimmer für die betroffenen Kinder sind nach Angaben des SWR geräumig und verfügen über große Fensterfronten mit Blick in den Garten. Einige Zimmer besitzen zusätzlich eine kleine Loggia – gedacht für Kinder, die wegen ihrer Erkrankung nicht nach draußen in den Garten können. In einem Nebengebäude können die Angehörigen der Kinder untergebracht werden. Neu ist zudem ein Begegnungs- und Beratungszentrum, in dem sich künftig Familien, Betreuer und Ehrenamtliche austauschen sollen. Auch alle, die sich über die Arbeit des Kinderhospizes informieren möchten, sind laut Nestwärme-Gründerin Petra Moske willkommen.

Hospizleiter Frederic Fünfgeld erklärte laut SWR, dass nach der Eröffnung noch rund zwei Wochen für restliche Bauarbeiten eingeplant seien. Anschließend sollen zunächst drei Familien einziehen, um die Abläufe im Haus zu testen. Die ersten Familien sollen laut Rockland Radio im November einziehen.

Zweites stationäres Kinderhospiz in Rheinland-Pfalz

Nach Angaben des SWR gibt es in Deutschland 22 stationäre Kinderhospize, bislang stand jedoch nur eines davon in Rheinland-Pfalz. Das neue Haus auf dem Petrisberg gilt dem Verein Nestwärme zufolge als wichtige Ergänzung zu den bereits bestehenden ambulanten Angeboten. Fünfgeld betonte, man sei in der Großregion Trier die einzige stationäre Einrichtung dieser Art und könne Familien aus der Region schnell aufnehmen – sowohl geplant als auch in Krisensituationen. Petra Moske ergänzte, das Haus sei offen für jede Familie, unabhängig davon, aus welchem Bundesland sie komme.

Bis zu vier Wochen im Jahr können Familien laut SWR im Hospiz bleiben. Der Aufenthalt werde in der Regel zum großen Teil von den Krankenkassen übernommen.

Finanzierung bleibt eine Herausforderung

Die Baukosten für das Kinderhospiz liegen nach übereinstimmenden Angaben beider Quellen bei rund 25 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt vor allem durch Spenden und Fördermittel, unter anderem von der Rehkids-Stiftung in Trier und der SWR-Herzenssache. Für den laufenden Betrieb bleibt der Verein weiter auf Unterstützung angewiesen. Gründerin Petra Moske erklärte dazu, die finanzielle Stemmung des Betriebs bleibe die große Herausforderung, weshalb der Verein auch künftig auf die Hilfe und Unterstützung der Menschen angewiesen sei.

Entlastung für den Alltag

Seit mehr als 25 Jahren kümmert sich der Verein Nestwärme um schwer- und todkranke Kinder sowie ihre Familien. Das Leben dieser Familien ist laut SWR oft geprägt von Arztbesuchen, Therapien und rund um die Uhr nötiger Pflege. Für Eltern und Geschwister bleibt dabei im Alltag kaum Zeit zum Durchatmen. Genau diese Zeit sollen sie künftig im Kinderhospiz auf dem Petrisberg finden. Petra Moske beschrieb das Haus als einen Ort, an dem Familien geborgen sind und Entlastung bekommen, um den gemeinsamen Tagen so viel Freude wie möglich zu geben.

Mit der Eröffnung des Hauses erhält die Region Trier damit eine Einrichtung, die ambulante, teilstationäre und stationäre Angebote miteinander verbindet und nach eigenen Angaben eine Lücke in der Versorgung schwerkranker Kinder und ihrer Familien in Rheinland-Pfalz schließen soll.

Quellen


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