
Die Bundespolizei Trier nahm einen per Interpol gesuchten 38-Jährigen fest, der unerlaubt aus Luxemburg einreisen wollte. Alle Details zum Fall im Überblick.
Die Bundespolizei Trier hat am Montagmittag einen 38-jährigen Ukrainer im Stadtgebiet von Trier festgenommen. Gegen den Mann lag ein über Interpol gesteuertes Ersuchen um vorläufige Festnahme zum Zwecke der Auslieferung vor. Hintergrund ist der Verdacht der schweren Körperverletzung unter Verwendung einer Schusswaffe.
Aufgefallen war der Gesuchte den Beamten, als er versuchte, mit einem Reisebus aus Luxemburg unerlaubt ins Bundesgebiet einzureisen. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass gegen den 38-Jährigen ein internationaler Fahndungsaufruf bestand. Die Bundespolizei nahm ihn daraufhin noch im Stadtgebiet Trier fest.
Nach seiner Festnahme wurde der Mann einem Richter vorgeführt. Im Anschluss an die richterliche Vorführung erfolgte die Einlieferung in eine nahegelegene Justizvollzugsanstalt, wo er sich nun in Untersuchungshaft befindet.
Der Fall reiht sich in eine Serie von Kontrollen und Festnahmen ein, die die Bundespolizeiinspektion Trier in den vergangenen Wochen im Grenzgebiet zu Luxemburg durchgeführt hat. Erst wenige Tage zuvor war bei Steinebrück auf der BAB 60 ein 42-jähriger Niederländer festgenommen worden, gegen den ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Arnsberg vorlag. Auch in diesem Fall hatten die Beamten im Rahmen regulärer Grenzkontrollen zugegriffen.
Solche Fälle zeigen, wie eng die Zusammenarbeit der Bundespolizei mit internationalen Fahndungssystemen wie Interpol mittlerweile organisiert ist. Ersuchen um vorläufige Festnahme zum Zwecke der Auslieferung werden europaweit abgeglichen, sodass auch Reisende, die unauffällig mit dem Bus oder dem Auto über die Grenze kommen, identifiziert werden können, sobald ihre Daten bei einer Kontrolle erfasst werden.
Neben der Festnahme des mutmaßlich per Interpol gesuchten Mannes war die Bundespolizei Trier zuletzt auch in anderen Fällen aktiv. So ermittelt die Dienststelle aktuell wegen einer mutmaßlichen sexuellen Belästigung in einer Regionalbahn zwischen Koblenz und Boppard, bei der ein bislang unbekannter Mann eine 19-Jährige mehrfach am Oberschenkel berührt haben soll. Die Bundespolizei sucht in diesem Zusammenhang nach Zeugen.
Zudem informierte die Bundespolizei Trier im Rahmen einer europaweiten kriminalpräventiven Woche die Bevölkerung in der Trierer Innenstadt über den Schutz vor Taschendieben und allgemeine Sicherheitsthemen rund um Bahnanlagen. Solche Präventionsaktionen sollen Reisende und Pendler für Risiken im Alltag sensibilisieren.
Die Festnahme des 38-jährigen Ukrainers in Trier macht deutlich, wie internationale Fahndungssysteme und die tägliche Kontrollarbeit der Bundespolizei ineinandergreifen. Dank des Abgleichs mit Interpol-Daten konnte ein mutmaßlicher Straftäter, der wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung unter Verwendung einer Schusswaffe gesucht wurde, noch am Tag seiner versuchten Einreise gefasst werden. Für die Bundespolizeiinspektion Trier war es damit einer von mehreren Einsätzen innerhalb kurzer Zeit, die zeigen, wie präsent die Behörde im Grenzgebiet zu Luxemburg und im Stadtgebiet Trier ist.






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