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Musikfestival der Schulen 2027 in Trier: Vielfalt, Verständigung und gemeinsames Musizieren

Vom 17. bis 20. Juni 2027 findet in Trier die 23. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ statt. Rund 460 junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland…

Redaktion
·
20. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Monat

Trier wird zum bundesweiten Treffpunkt der Schulmusik

Große Neuigkeit für die Musikstadt Trier: Im Juni 2027 wird die älteste Stadt Deutschlands Gastgeberin eines ganz besonderen Festivals. Vom 17. bis 20. Juni 2027 findet in Trier die 23. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ statt – ein viertägiges Musikfestival, das junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland in die Region bringt. Rund 460 Schülerinnen und Schüler aus 16 ausgewählten Ensembles aller Schulformen und Altersstufen werden gemeinsam mit mehr als 1.000 Schülerinnen und Schülern aus Trier und der Region proben, Workshops besuchen und an zahlreichen Orten in der Stadt auftreten.

Ein Festival mit langer Tradition

Veranstalter der Bundesbegegnung ist der Bundesverband Musikunterricht (BMU), der das Festival seit 1981 alle zwei Jahre ausrichtet. Die Veranstaltung steht damit in einer über 40-jährigen Tradition und gilt als wichtiges Schaufenster für die Vielfalt und Leistungsfähigkeit schulischer Musikensembles in Deutschland. Unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig steht die 23. Ausgabe im Zeichen der integrativen Kraft von Musik – ein Thema, das gerade in der Großregion Saar-Lor-Lux besondere Bedeutung hat.

Eva Kieser, Vizepräsidentin des BMU und Organisationsleiterin, bringt das Ziel der Veranstaltung auf den Punkt: „Unser Ziel ist es, ein positives Zeichen für die integrierende Kraft von Musik an Schulen zu setzen.“ Im Fokus stehen dabei nicht Wettbewerb oder musikalische Höchstleistungen, sondern Begegnung, gemeinsames Musizieren und gegenseitige Wertschätzung.

Auftakt mit rheinland-pfälzischen Schulen

Den Startschuss gibt am Donnerstag, 17. Juni, ein großes Open-Air-Konzert in der Trierer Innenstadt. Unter dem Motto „Schulen aus Rheinland-Pfalz musizieren“ präsentieren rund ein Dutzend Ensembles aus dem Bundesland ein vielfältiges Programm. Rockbands und Bigbands sind ebenso dabei wie Chöre, Instrumentalensembles, Orchester, Bläserklassen und Sinfonische Blasorchester – ein musikalisches Spektrum, das die ganze Bandbreite schulischer Musikpraxis abbildet.

In den folgenden Festivaltagen erstreckt sich das Programm über das gesamte Stadtgebiet: vor dem Dom, in Kirchen und Konzertsälen, in der Fußgängerzone, am Moselufer und in sozialen Einrichtungen. Insgesamt werden während der vier Tage weit über 1.000 Schülerinnen und Schüler an unterschiedlichen Orten in Trier und Umgebung musizieren.

Workshops, Begegnungskonzerte und eine Jam-Session

Neben den öffentlichen Auftritten stehen gemeinsame Proben, Workshops, Schulkonzerte und abendliche Begegnungskonzerte auf dem Programm. Auch eine Jam-Session für die jugendlichen Musikerinnen und Musiker ist geplant – ein informelles Format, das spontane musikalische Begegnungen ermöglicht und den Gemeinschaftsgedanken des Festivals unterstreicht. Das Abschlusskonzert am Sonntag führt schließlich alle teilnehmenden Ensembles noch einmal zusammen.

Bewusst einbezogen werden auch Ensembles von Förderschulen. So soll die Vielfalt schulischer Musikpraxis sichtbar werden und Musik als verbindendes Element im Schulalltag erlebbar sein – unabhängig von Herkunft, Religion und Alter.

Trier als Musikstadt – ein Selbstverständnis, das passt

Für Triers Kulturdezernent Markus Nöhl fügt sich das Festival nahtlos in das Selbstbild der Stadt ein: „Trier ist eine Musikstadt. Nicht umsonst haben das SZ Institut und die GEMA uns 2026 auf Platz 1 in Rheinland-Pfalz gesehen. Es ist eine großartige Bereicherung für Trier, dass dank ‚Schulen musizieren‘ junge Menschen aus ganz Deutschland gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Trier und der Region auf den Bühnen und Plätzen unserer Stadt gemeinsam musizieren. Denn Musik kann Menschen verbinden und schafft Begegnungen über alle Grenzen hinweg.“

Auch aus dem Bildungsministerium in Mainz kommen unterstützende Worte. Michael Grabis betont die besondere Rolle der musikalischen Bildung in Rheinland-Pfalz: „In Rheinland-Pfalz spielt die musikalische Bildung eine hervorgehobene Rolle.“ Der Lehrplan Musik für die Sekundarstufe I unterstütze die Bildung von Profilklassen, etliche Schulen im Bundesland besäßen Orchester und Chöre, und das Klassenmusizieren stehe regulär auf dem Programm. Grabis ist überzeugt: „‚Schulen musizieren‘ wird als kultureller Höhepunkt in Rheinland-Pfalz lange Zeit in Erinnerung bleiben.“

Kostenlos und öffentlich – Musik für alle

Ein besonderes Merkmal der Bundesbegegnung: Alle Konzerte sind öffentlich und kostenlos zugänglich. Das Festival richtet sich damit nicht nur an die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, sondern an alle Bürgerinnen und Bürger aus Trier und der Region. Das Festival wird vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, der Stadt Trier und weiteren Partnern finanziell und organisatorisch unterstützt.

Wer sich vorab über die Bundesbegegnung informieren möchte, findet weitere Details auf der Website des Bundesverbands Musikunterricht. Für Trier und die gesamte Großregion Saar-Lor-Lux verspricht die 23. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ ein unvergessliches musikalisches Erlebnis zu werden – ein starkes Zeichen für Vielfalt, Verständigung und ein respektvolles Miteinander.

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