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Rekordandrang: Fast 1.000 Besucher beim Museum am Dom zur 19. Trierer Museumsnacht

Zur 19. Trierer Museumsnacht kamen 975 Besucher ins Museum am Dom – mehr als je zuvor. Führungen, Weihrauch und ein Kinderprogramm sorgten für einen…

Redaktion
·
7. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Wochen

Trier leuchtet – Die 19. Museumsnacht begeistert Hunderte

Taschenlampen huschen durch dunkle Ausstellungsräume, Kerzenlicht tanzt auf alten Ikonen, und der Duft von Weihrauch liegt in der Luft: Am 5. September öffnete das Museum am Dom in Trier seine Türen zur 19. Trierer Museumsnacht – und erlebte einen beeindruckenden Besucheransturm. Von 18 bis 24 Uhr strömten insgesamt 975 Besucher in die Räume des Museums. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr – ein Ergebnis, das das Team des Museums sichtlich stolz macht.

Ein breites Programm für Jung und Alt

Das Programm der Museumsnacht war abwechslungsreich und richtete sich an ein breites Publikum. Im Mittelpunkt stand neben der aktuellen Sonderausstellung „Zu Tisch! Das Letzte Abendmahl zwischen Sakrament, Kunst und Kitsch“, die noch bis zum 4. Oktober zu besichtigen ist, das erstmals der Öffentlichkeit vorgestellte neu eingerichtete Schaudepot. Dort sind Ikonen und Grabinschriften aus Trier zu sehen – ein besonderer Einblick hinter die Kulissen des Museums, den die Besucher in je zwei Führungen erkunden konnten.

Kevin Grotherr, wissenschaftlicher Assistent im Museum, bot gleich drei Führungen an und zog am Ende des langen Abends ein rundum positives Fazit: „Es war meine erste Museumsnacht als Mitarbeiter und ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit, die alle hier geleistet haben.“

Besonderes Highlight: Die orthodoxe Athanasius-Kapelle

Zu den meistgefragten Programmpunkten gehörten zwei Sonderführungen in die orthodoxe Athanasius-Kapelle. Bei Kerzenschein erläuterte Kunsthistorikerin Polina Constantinova, die selbst aus einer orthodoxen Familie stammt, die Gestaltung der Kapelle sowie den Ablauf eines orthodoxen Gottesdienstes. Für viele Triererinnen und Trierer war es das erste Mal überhaupt, dass sie die Kapelle von innen sahen. Besucherin Helena berichtete: „Obwohl ich aus Trier bin, war ich dort noch nie drin.“ Ihre Freundin Antonia ergänzte begeistert: „Die Frau hat das richtig toll gemacht.“ Beide wollten im Anschluss das Museum noch auf eigene Faust erkunden.

Weihrauch, Ikonen und ein besonderer Erlös

Großen Zuspruch fanden auch zwei Weihrauchführungen, bei denen die Gäste in der Remise des Museums Weihrauche aus verschiedenen Ländern kennenlernen und mehr über deren Geschichte und Bedeutung erfahren konnten. Ein sinnliches Erlebnis, das für viele Besucher zu einem ganz besonderen Moment des Abends wurde.

Ebenfalls zu Gast war Ikonenschreiberin Christel Föhr, die zahlreiche ihrer Ikonen ausstellte und damit ihre Leidenschaft für diese besondere Kunstform mit den Besuchern teilte. Die ausgestellten Ikonen konnten auch erworben werden – der Erlös kommt der Shanti Leprahilfe in Nepal zugute.

Abenteuer für die Jüngsten: Taschenlampen und Tiersuche

Auch die jüngsten Besucher kamen beim Programm der Museumsnacht voll auf ihre Kosten. Das Museum bot am frühen Abend zwei Führungen speziell für Kinder an: eine Taschenlampenführung und eine Tierführung. Letztere führte die Kinder auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Ausstellungsräume, auf der sie nach Tierdarstellungen in der Kunst Ausschau hielten. „Wir haben eine Taube gesehen, eine Ente, andere Vögel und einen Esel“, zählte die achtjährige Sarah nach der Führung auf und fügte staunend hinzu: „Ich war überrascht, wie viele Tiere es im Museum gibt.“

Besonders gefragt war die Taschenlampenführung: Der Andrang war so groß, dass laut Grotherr die Taschenlampen nicht für alle Kinder ausreichten. Ein schönes Problem – es zeigt, wie groß das Interesse war.

Im Anschluss an die Führungen hatten Familien die Möglichkeit, am sogenannten „Chicken Run“ teilzunehmen – einer Schnitzeljagd durchs Museumsgebäude, bei der versteckte Hähne gesucht werden mussten. Wer das damit verbundene Rätsel löste, wurde mit einer Belohnung überrascht.

Geselliges Beisammensein bei Musik und gutem Wetter

Neben den Führungen und Mitmachaktionen sorgte das angenehme Wetter für eine entspannte Atmosphäre in der Remise des Museums. Bei Getränken und Speisen verweilten viele Gäste und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Für die musikalische Untermalung des Abends sorgte Horst Friedrichs mit Gesang und Piano – eine stimmungsvolle Begleitung, die zum besonderen Flair der Museumsnacht beitrug.

Ein Abend, der Lust auf mehr macht

Die 19. Trierer Museumsnacht war für das Museum am Dom ein voller Erfolg. Mit 975 Besucherinnen und Besuchern, einem vielseitigen Programm für alle Altersgruppen und zahlreichen besonderen Momenten hat das Museum eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig Kultur in Trier sein kann. Wer die aktuelle Ausstellung „Zu Tisch! Das Letzte Abendmahl zwischen Sakrament, Kunst und Kitsch“ noch nicht gesehen hat, hat noch bis zum 4. Oktober die Gelegenheit dazu – und auch das Schaudepot lädt weiterhin zur Entdeckung ein.

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