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Spielplätze im Petrispark: Erneuerungen unter dem Druck des knappen Budgets

Die Spielplätze im Trierer Petrispark werden erneuert – doch das knappe Budget setzt Grenzen. Was plant die Stadt und welche Anlagen sind betroffen?

Redaktion
·
1. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 4 Wochen

Beliebter Familientreffpunkt unter Druck

Der Petrispark auf dem Trierer Petrisberg ist seit Jahren ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Die vielfältigen Spielplätze auf dem ehemaligen LGS-Gelände von 2004 ziehen regelmäßig Kinder und Eltern an. Doch das in die Jahre gekommene Angebot steht vor einer Herausforderung: Das knappe Budget der Stadt Trier zwingt dazu, Prioritäten zu setzen und nicht alle Anlagen in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten. Der Stadtrat hat nun einem Konzept zugestimmt, das als Grundlage für die weitere Bedarfs- und Ausbauplanung dient und schrittweise mit einzelnen Beschlüssen umgesetzt werden soll.

Marode Anlagen, begrenzte Mittel

Schon seit Längerem ist klar, dass das Spielangebot aus dem Jahr 2004 aus finanziellen Gründen nicht vollständig erhalten werden kann. Besonders deutlich wurde dies beim Spielturm im unteren Teil des Petrisparks in der Nähe des Lottoforums: Das Jugendamt und StadtRaum Trier, die innerhalb der Stadtverwaltung für Spielplätze zuständig sind, entschieden sich vor rund drei Jahren für einen ersatzlosen Rückbau des maroden Bauwerks.

Die Begründung ist nachvollziehbar: „Auch der Ersatz für den Spielturm wäre wieder ein architektonisches Sonderbauwerk gewesen. Wegen der bisherigen Erfahrungen mit derartigen Konstruktionen und angesichts der begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Stadt muss auf unterhaltungsintensivere Sonderbauwerke verzichtet werden“, betont das Jugendamt in einer Stellungnahme. Würde ein solches Sonderbauwerk beschädigt, müssten Einzelteile maßangefertigt werden – ein deutlicher Mehraufwand gegenüber handelsüblichen Geräten.

Da auf dem Petrisberg weiterhin ein attraktives und vielfältiges Spielangebot zur Verfügung steht, könne der ersatzlose Rückbau an dieser Stelle vertreten werden, so das Jugendamt. Das nun vom Stadtrat beschlossene Konzept soll dieses Angebot langfristig absichern.

Seilparcours musste kurzfristig abgebaut werden

Ähnlich wie beim Spielturm verhält es sich auch beim benachbarten Seilparcours. Dieser musste Ende vergangenen Jahres wegen seines maroden Zustands aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgebaut werden. Auch hier zeigt sich, dass der Zahn der Zeit an den Anlagen nagt und die Stadt nicht immer planmäßig, sondern auch reaktiv handeln muss, wenn Sicherheitsrisiken auftreten.

Bereits getätigte Investitionen und geplante Projekte

Trotz der angespannten Haushaltslage hat die Stadt in den vergangenen Jahren bereits in die Erneuerung einzelner Anlagen investiert. So wurden unter anderem die Spielgeräte oberhalb des Wasserspielplatzes erneuert – das hölzerne Spielgerät in der Anlage am Hang ist ein sichtbares Zeichen dieser Bemühungen.

Für die Zukunft gibt es eine Liste mit weiteren geplanten Projekten, deren genaue zeitliche Umsetzung jedoch noch offen ist. Dazu gehören unter anderem:

  • Rückbau und Ersatzbeschaffung für das Kombinationsspielgerät auf dem Waldspielplatz
  • Erneuerung der Skate-Anlage, für die zunächst ein Gutachten zur Betonsanierung erstellt wird

Die Verantwortlichen betonen, dass die festgelegten Prioritäten bei der Umsetzung regelmäßig aktualisiert werden müssen. Änderungen können sich ergeben, wenn unerwartete Schäden an einer Anlage auftreten oder der Aufwand für die Koordination der zahlreichen externen Firmen steigt. Denn die Arbeit beschränkt sich nicht nur auf den Ab- oder Umbau von Spielgeräten – auch die regelmäßige Wartung der Anlagen und die Begutachtung des technischen Zustands fallen darunter.

Stadtrat entscheidet über das Budget

Die konkrete Höhe des Budgets für die Spielplätze auf dem Petrisberg wird jährlich im Rahmen der Bedarfsplanung der Spielplatzprojekte vom Stadtrat beschlossen. Alle Gelder für entsprechende Vorhaben müssen im Haushalt des Jugendamts eingeplant und von den städtischen Gremien genehmigt werden. Mehr Informationen zu dem beschlossenen Konzept und den weiteren Planungen sind auf der offiziellen Seite der Stadt Trier zu finden.

Fazit: Bedarfsgerechte Weiterentwicklung als Ziel

Der Petrispark bleibt ein wichtiger Freizeitort für Familien in Trier. Das nun verabschiedete Konzept soll sicherstellen, dass die Spielanlagen trotz knapper Kassen langfristig gesichert und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Auch wenn nicht alle Anlagen in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben können, setzt die Stadt auf ein attraktives Gesamtangebot – mit dem Fokus auf wartungsfreundliche und nachhaltig betreibbare Lösungen. Familien in Trier dürfen gespannt sein, wie sich der Petrispark in den kommenden Jahren weiterentwickelt.

Quellen


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