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Suchtberatung Trier schlägt Alarm: Mehr Jugendliche konsumieren Benzodiazepine und Opioide

Die Suchtberatung Trier „Die Tür

Redaktion
·
18. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Monat

Besorgniserregende Entwicklung in Trier und Trier-Saarburg

Der Konsum von Medikamenten und Drogen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereitet Fachleuten in der Region Trier zunehmend Sorgen. Die Suchtberatung Trier e.V. „Die Tür“ beobachtet seit einiger Zeit eine Entwicklung, die die Beraterinnen und Berater aufmerksam macht: Die Zahl der Beratungsanfragen zum Konsum von Benzodiazepinen und Opioiden bei jungen Menschen nimmt zu. Vor dem Hintergrund zuletzt gestiegener Todesfälle infolge von Drogenkonsum weist die Beratungsstelle deshalb verstärkt auf ihre Hilfsangebote für junge Menschen, Eltern und andere Bezugspersonen hin.

„Auch die Suchtberatung Trier e.V. ‚Die Tür‘ verzeichnet seit einiger Zeit eine Zunahme an Beratungsanfragen hinsichtlich des Konsums von Benzodiazepinen und Opioiden seitens Jugendlicher und junger Erwachsener“, teilt die Beratungsstelle mit. Die Fachkräfte nehmen diese Entwicklung im Raum Trier und Trier-Saarburg wahr und reagieren nun mit einem deutlichen Appell an betroffene Familien.

Was sind Benzodiazepine und Opioide – und warum sind sie gefährlich?

Benzodiazepine sind Substanzen mit unter anderem beruhigender Wirkung, Opioide wirken schmerzlindernd und können stark auf das zentrale Nervensystem einwirken. Besonders riskant werden Überdosierungen und Kombinationen mit anderen Substanzen: Diese können im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Folgen haben. Genau deshalb betonen die Fachkräfte der Beratungsstelle, wie wichtig es ist, Risiken frühzeitig zu erkennen und gemeinsam geeignete nächste Schritte zu überlegen.

Eltern bemerken oft als Erste, wenn etwas nicht stimmt

Für viele Familien beginnt die Unsicherheit mit scheinbar alltäglichen Veränderungen: Eltern beobachten möglicherweise einen Medikamenten- oder Drogenkonsum, ungewöhnliche Verhaltensänderungen oder einen zunehmenden Rückzug ihres Kindes – und wissen nicht, wie sie richtig reagieren sollen. Genau an diesem Punkt setzt die Suchtberatung „Die Tür“ an.

„Je früher die Familien Unterstützung wahrnehmen, desto besser“, sagt Nina Neßler, systemische Familientherapeutin bei der Suchtberatung. Damit soll insbesondere verhindert werden, dass Eltern aus Unsicherheit lange abwarten oder versuchen, die Situation ausschließlich innerhalb der Familie zu lösen – was das Problem erfahrungsgemäß oft verschärft.

Beratung auch ohne den Jugendlichen möglich

Ein wichtiger Hinweis für betroffene Eltern: Für ein erstes Beratungsgespräch muss der Jugendliche selbst nicht zwangsläufig mitkommen. Auch Eltern und andere Bezugspersonen können sich unabhängig von dem jungen Menschen an die Beratungsstelle wenden. „Eine Beratung kann helfen, neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln“, erklärt Nina Neßler. Dieses niedrigschwellige Angebot soll Hemmschwellen abbauen und Familien ermutigen, frühzeitig professionelle Unterstützung zu suchen.

Niemand muss zunächst sicher wissen, ob bereits eine Abhängigkeit vorliegt. Auch Sorgen, Unsicherheiten oder erste Veränderungen können ein ausreichender Anlass für ein Beratungsgespräch sein. Die Botschaft der Fachkräfte ist dabei bewusst niedrigschwellig gehalten: Familien müssen mit ihren Sorgen nicht alleine bleiben.

Kostenfrei, anonym und wohnortnah

Das Angebot der Suchtberatung Trier e.V. „Die Tür“ richtet sich an:

  • Jugendliche und junge Erwachsene mit Substanzkonsum
  • Eltern
  • Angehörige und andere Bezugspersonen

Die Beratung ist kostenfrei und kann auf Wunsch anonym erfolgen. Anlaufstellen gibt es an mehreren Standorten in der Region:

  • Trier
  • Schweich
  • Saarburg
  • Hermeskeil

Zusätzlich steht Ratsuchenden die bundesweite Onlineplattform DigiSucht zur Verfügung, über die ebenfalls eine Kontaktaufnahme möglich ist. Damit ist professionelle Unterstützung auch für Menschen erreichbar, die keinen der stationären Standorte aufsuchen können oder möchten.

So erreichen Sie die Suchtberatung Trier

Wer Hilfe sucht oder sich informieren möchte, kann die Suchtberatung Trier e.V. „Die Tür“ direkt kontaktieren:

  • Adresse: Oerenstraße 15, 54290 Trier
  • Telefon: 0651 / 170360
  • E-Mail: info@die-tuer-trier.de
  • Online: über die Plattform DigiSucht

Frühzeitig handeln – gemeinsam Wege finden

Die zunehmenden Beratungsanfragen wegen Benzodiazepinen und Opioiden bei jungen Menschen zeigen, dass das Thema auch in Trier und der umliegenden Region präsent ist. Die Suchtberatung „Die Tür“ will deshalb vor allem eines vermitteln: Hilfe beginnt nicht erst bei einer gesicherten Abhängigkeit. Je früher Unterstützung gesucht wird, desto größer ist die Chance, gemeinsam einen guten Umgang mit der Situation zu finden und konkrete nächste Schritte zu entwickeln. Betroffene Familien sind ausdrücklich eingeladen, das Angebot in Anspruch zu nehmen – auch dann, wenn noch keine Gewissheit über das Ausmaß des Problems besteht.

Quellen


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