
Das Trierer Tiefbauamt saniert rund 30 Straßen und investiert knapp drei Millionen Euro in die städtische Infrastruktur.
Das Trierer Tiefbauamt hat einen umfangreichen Plan für die Straßensanierung aufgestellt: Rund 30 Straßen sollen auf kompletter Länge oder in Teilbereichen saniert werden. Dazu kommen etwa zehn Straßen, die neu beziehungsweise erstmalig ausgebaut werden. Für die Unterhaltung der Straßen stehen insgesamt knapp drei Millionen Euro zur Verfügung.
Der Zustand der Trierer Straßen stellt die Stadtverwaltung vor eine dauerhaft große Herausforderung. Ein Gutachten der Gesellschaft für Straßenanalyse kommt zu einem deutlichen Ergebnis: Um alle Straßen in der Moselstadt in einen optimalen Zustand zu versetzen, müssten in den nächsten zehn Jahren rund 100 Millionen Euro investiert werden. Eine Summe, die das jährliche Budget bei weitem übersteigt.
Immerhin wurde das jährliche Budget für Straßensanierungen seit 2012 um rund eine Million Euro aufgestockt und beläuft sich nun auf 1,7 Millionen Euro. Dadurch können jährlich mehr Schäden behoben werden – dennoch bleibt die Sanierung bei knappen Haushaltsmitteln eine anhaltende Herausforderung für die Stadt Trier.
Bernd Ksyk, stellvertretender Leiter des städtischen Tiefbauamts, betont, dass die sogenannten „Problemstraßen“ in der Regel bekannt seien – etwa jene, in die Wasser eindringt. Die durch Frost und Nässe verursachten Winterschäden seien nach seiner Einschätzung in den meisten Jahren ähnlich und keine außergewöhnliche Belastung für das Straßennetz.
Zu den prominentesten Baustellen des Jahres zählt die Sickingenstraße zwischen den Kreuzungen Olewiger- und Bergstraße. Die Straße ist durch den Verkehr auf den Petrisberg stark belastet und weist deutliche Schäden am Fahrbahnbelag auf. In den Sommerferien soll dieser Bereich eine neue Fahrbahndecke erhalten. Die Bauarbeiten sind mit einer Dauer von zwei Monaten geplant und kosten rund 225.000 Euro.
Auch die Saarstraße wird saniert – konkret der Abschnitt zwischen Südallee und der Bastelstube Leyendecker. Die Kosten für diese Maßnahme werden auf 20.000 bis 30.000 Euro geschätzt, ein genauer Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest. Ebenfalls auf der Liste steht der Heinz-Tietjen-Weg, der zum Astarix-Restaurant führt. Auch hier ist der Zeitpunkt für die 15.000 bis 20.000 Euro teure Maßnahme noch nicht terminiert.
Auf kompletter Länge eine neue Fahrbahndecke erhalten unter anderem die Wall-, Bonifatius-, Numerian- und Schillerstraße. Diese Straßen werden damit grundlegend erneuert und nicht nur in Teilabschnitten instand gesetzt.
Neben den Sanierungsmaßnahmen sind auch Neubauten und erstmalige Ausbauten geplant. So soll die Straße am Zurlaubener Ufer ausgebaut werden. Bei der Loebstraße ist der zweite Bauabschnitt voraussichtlich Ende Juli abgeschlossen. Zudem ist der Ausbau der Straße Zur Stadtmauer im Stadtteil Ehrang für dieses Jahr vorgesehen.
Mit rund 30 zu sanierenden Straßen und weiteren Neubauprojekten zeigt das Trierer Tiefbauamt, dass die Stadt aktiv in ihre Verkehrsinfrastruktur investiert. Angesichts des enormen Gesamtbedarfs von rund 100 Millionen Euro über zehn Jahre bleibt der Weg zur optimalen Straßenqualität jedoch lang. Schritt für Schritt werden die drängendsten Baustellen angegangen – zum Wohl aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in der Region Trier. Mehr Informationen zum Thema gibt es direkt bei der Stadt Trier.






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