
Trier-Saarburg beschließt Aktionsplan mit rund 80 Maßnahmen für mehr Inklusion in Bildung, Wohnen und Mobilität für Menschen mit Behinderungen.
Der Landkreis Trier-Saarburg hat einen Lokalen Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen beschlossen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die im Bürgerinformationssystem des Kreises veröffentlicht wurde. Der Plan enthält nach Angaben des Landkreises rund 80 Maßnahmen, mit denen die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen im Kreisgebiet verbessert werden sollen. Ziel ist es, ihnen in unterschiedlichen Lebensbereichen eine bessere Teilhabe im Sinne der Inklusion zu ermöglichen.
Der Weg zu diesem Beschluss begann bereits 2023. Wie der Landkreis Trier-Saarburg mitteilte, startete die Entwicklung des Aktionsplans mit einer Auftaktveranstaltung im Bürgerzentrum Schweich. Eingeladen waren damals Menschen mit Behinderungen selbst, ihre Angehörigen, Vertretungen der Selbsthilfe, Einrichtungen, Institutionen und Verbände, Ehrenamtliche sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik. Der Landkreis betonte bereits zu diesem Zeitpunkt, dass es bei der Erarbeitung des Plans vor allem um Partizipation gehen solle – Betroffene sollten aktiv in den Prozess eingebunden werden, nicht nur über sie entschieden werden.
Bei der Auftaktveranstaltung sprachen laut Landkreis unter anderem der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Matthias Rösch, über den Hintergrund und die Notwendigkeit eines solchen Aktionsplans sowie über die UN-Behindertenrechtskonvention. Der Behindertenbeauftragte des Kreises, Dr. Christoph Emmerling, ordnete das Thema konkret für die Region Trier-Saarburg ein. Die Veranstaltung selbst war barrierefrei zugänglich, mit kostenfreien Parkplätzen und der Möglichkeit, Gebärdensprachdolmetscher hinzuzuziehen.
Der Landkreis legte für die Erarbeitung des Aktionsplans drei zentrale Handlungsfelder fest: Bildung und Erziehung, Wohnen sowie Mobilität und Barrierefreiheit. Zu diesen Themenbereichen wurden im weiteren Verlauf Arbeitsgruppen gebildet, in denen Betroffene, Fachleute und weitere Interessierte mitwirken konnten. Diese Struktur bildete die Basis für die rund 80 Einzelmaßnahmen, die nun im beschlossenen Aktionsplan zusammengefasst sind.
Die entsprechende Beschlussvorlage mit der Bezeichnung 0277/2026 sowie der vollständige Aktionsplan sind über das Bürgerinformationssystem des Landkreises Trier-Saarburg als Dokumente abrufbar. Die Vorlage ist als Beschlussvorlage gekennzeichnet und wurde den zuständigen Gremien zur Beratung und Entscheidung vorgelegt.
Mit dem Beschluss des Aktionsplans setzt der Kreis Trier-Saarburg einen Prozess um, der vor mehr als zwei Jahren mit der Auftaktveranstaltung in Schweich begonnen hat. Der Landkreis hatte von Anfang an deutlich gemacht, dass Inklusion für ihn mehr bedeutet als die reine Verbesserung baulicher oder struktureller Rahmenbedingungen. Es gehe darum, Menschen mit Behinderungen als aktive Mitgestalterinnen und Mitgestalter einzubeziehen – von der Auftaktveranstaltung über die Arbeitsgruppen bis hin zum nun vorliegenden Maßnahmenkatalog.
Mit rund 80 konkreten Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Wohnen sowie Mobilität und Barrierefreiheit liegt dem Kreistag damit ein umfangreiches Paket vor, das die in den vergangenen Jahren erarbeiteten Ziele in die Praxis überführen soll. Details zu den einzelnen Maßnahmen sind dem veröffentlichten Aktionsplan-Dokument zu entnehmen, das über das Bürgerinformationssystem des Landkreises öffentlich zugänglich ist.






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