
Trierer Studierende starten die Workshop-Reihe „Banned Books“ zu verbannten Büchern – drei Abende im Palais Walderdorff mit internationalem Gast und…
Weltweit werden Bücher aus ideologischen oder politischen Gründen aus den Beständen öffentlicher Bibliotheken entfernt – ein Phänomen, das längst keine Randerscheinung mehr ist. Allein in den USA sind inzwischen mehr als 4.000 Bücher betroffen. Dieses beunruhigende Thema greift nun eine Initiative junger Studierender aus Trier auf: Gemeinsam mit der Stadtbücherei Trier, der Universität Trier und der Friedrich-Ebert-Stiftung haben sie die dreiteilige Workshop-Reihe „Banned Books“ ins Leben gerufen – ein Projekt, das Zensur und deren Hintergründe aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet.
Die Veranstaltungsreihe findet an drei Terminen statt: am 24. Oktober, am 18. November sowie am 9. Dezember, jeweils ab 18 Uhr im Raum 5 des Palais Walderdorff in Trier. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema verbannter Bücher werden bei den Workshops auch konkrete Titel vorgestellt, die in verschiedenen Ländern aus Bibliotheksregalen verbannt wurden. So wird das Thema nicht nur abstrakt diskutiert, sondern wird auch ganz konkret greifbar.
Die Reihe richtet sich an alle Interessierten – Studierende, Lesende und Menschen, die sich für Meinungs- und Informationsfreiheit einsetzen. Wer nicht persönlich vor Ort sein kann, hat zumindest für die Auftaktveranstaltung eine Alternative: Nach Anmeldung bei der Stadtbücherei ist die erste Veranstaltung auch online verfolgbar.
Den Beginn der Reihe am 24. Oktober macht ein besonderer Gast: John Chrastka ist digital zugeschaltet. Er engagiert sich mit seiner Nicht-Regierungsorganisation in den USA aktiv für eine zensurfreie Arbeit der Bibliotheken und bringt damit eine wichtige transatlantische Perspektive in die Trierer Diskussion ein. Die Veranstaltung findet hauptsächlich auf Englisch statt und wird moderiert durch Professorin Nele Sawallisch, Anglistin an der Universität Trier.
Eröffnet wird die gesamte Veranstaltungsreihe durch Universitätspräsidentin Professorin Eva Martha Eckkramer – ein deutliches Signal, dass das Thema auch auf höchster universitärer Ebene als bedeutsam wahrgenommen wird.
Was diese Reihe besonders macht: Sie ist aus einer Initiative junger Studierender entstanden. Das zeigt eindrucksvoll, wie engagiert die nächste Generation für Themen wie Meinungsfreiheit, Zensur und den freien Zugang zu Wissen eintritt. In Zeiten, in denen Bücher in verschiedenen Teilen der Welt zunehmend unter politischen Druck geraten, setzt das Projekt in Trier ein wichtiges Zeichen – für den offenen Diskurs und den Wert einer freien Bibliothekskultur.
Die Kooperation zwischen der Stadtbücherei Trier, der Universität Trier und der Friedrich-Ebert-Stiftung schafft dabei einen idealen Rahmen: wissenschaftliche Tiefe trifft auf gesellschaftliche Relevanz – und das mitten im Herzen der Trierer Altstadt.
Wer die „Banned Books“-Reihe besuchen möchte – ob persönlich im Palais Walderdorff oder online beim Auftakttermin –, sollte sich rechtzeitig bei der Stadtbücherei Trier anmelden. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18 Uhr. Nutzt die Gelegenheit, um mehr über eines der drängendsten Themen unserer Zeit zu erfahren: den weltweiten Kampf um den freien Zugang zu Büchern und Wissen.






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