
Rabenvögel haben eine Fußgängerin in Trier angegriffen und leicht verletzt. Die Naturschutzbehörde prüft nun mögliche Schutzmaßnahmen vor Ort.
In Trier ist es zu einem ungewöhnlichen Vorfall gekommen, der Fußgänger in der betroffenen Gegend aufhorchen lassen sollte: Eine Passantin wurde am Dienstagnachmittag im Bereich Bernhardstraße/Ecke Spitzmühle von mehreren Rabenvögeln angegriffen. Die Vögel flogen ihr dabei auf Augenhöhe entgegen, als sie die Straße überquerte. Die Frau erlitt leichte Verletzungen und einen erheblichen Schrecken.
Besonders bemerkenswert: Die betroffene Fußgängerin gab an, dass ihr zwei ähnliche Vorfälle aus der unmittelbaren Nachbarschaft bekannt seien. Es handelt sich also offenbar nicht um ein isoliertes Ereignis. Die Untere Naturschutzbehörde bei der Stadt Trier hat sich daraufhin vor Ort ein eigenes Bild von der Situation gemacht und prüft, ob weitere Vorkehrungen getroffen werden müssen.
Experten gehen davon aus, dass die Vögel schlicht ihren Nachwuchs verteidigen wollten. Solches Verhalten ist im Frühjahr und Frühsommer keine Seltenheit. Aus deutschen Großstädten ist in jüngster Zeit mehrfach bekannt geworden, dass Krähen, aber auch andere Vogelarten – vor allem Greifvögel – ihren Nachwuchs notfalls mit Gewalt verteidigen. In der Brutzeit steigt die Aggressivität vieler Vogelarten gegenüber vermeintlichen Bedrohungen deutlich an, und Menschen, die sich unbewusst einem Nest nähern, können schnell zur Zielscheibe werden.
Wer in der betroffenen Gegend unterwegs ist, sollte wachsam sein. Grundsätzlich empfiehlt es sich, bei bekannten Brutplätzen möglichst Abstand zu halten und Bereiche, in denen es bereits zu Angriffen gekommen ist, vorübergehend zu meiden. Hüte, Schirme oder andere Kopfbedeckungen können ebenfalls einen gewissen Schutz bieten. Wichtig ist außerdem, ruhig zu bleiben und keine hektischen Bewegungen zu machen, die die Vögel zusätzlich aufschrecken könnten.
Die Stadtverwaltung Trier nimmt den Vorfall ernst. Die Untere Naturschutzbehörde ist bereits aktiv und beobachtet die Lage vor Ort. Ob und welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden, soll nach der Lageeinschätzung entschieden werden. Anwohner und Passanten sind dazu aufgerufen, aufmerksam zu sein und verdächtige Vorfälle zu melden.






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