
Nach dem Wohnungsbrand in Kenn ist die Schadenshöhe bekannt: Rund 60.000 Euro Schaden, der Bewohner kam in eine psychiatrische Einrichtung.
Nach dem Wohnungsbrand in einem Mehrparteienhaus in der Trierer Straße in Kenn liegen inzwischen weitere Details zu dem Einsatz vor. Wie bereits in einem früheren Beitrag berichtet, war am frühen Dienstagmorgen gegen 6.40 Uhr ein Anwohner auf den Brand einer Dachgeschosswohnung aufmerksam geworden und hatte die Rettungskräfte alarmiert. Nun ist klar, in welcher Größenordnung sich der entstandene Schaden bewegt und wie es für den Verantwortlichen nach dem Einsatz weiterging.
Der durch das Feuer entstandene Sachschaden beläuft sich nach aktuellem Stand auf rund 60.000 Euro. Diese Schadenssumme wurde sowohl von der Polizei als auch vom Nachrichtenportal lokalo.de bestätigt. Die betroffene Dachgeschosswohnung dürfte nach diesem Schaden vorerst unbewohnbar bleiben. Für den Bewohner bedeutet das, dass er in absehbarer Zeit keine Rückkehr in seine Wohnung erwarten kann.
Die übrigen Mietparteien des Hauses waren während des Einsatzes evakuiert worden und blieben nach Angaben der Einsatzkräfte unverletzt. Wie lokalo.de berichtet, konnten sie durch die eingesetzten Kräfte rechtzeitig aus dem Gebäude gebracht werden, bevor der Brand sich weiter ausbreiten konnte.
Besondere Aufmerksamkeit hatte bereits am Tag des Brandes das Verhalten des Bewohners der brennenden Wohnung erregt. Er hatte sich gemeinsam mit seinem Hund über das Dach zu einer Nachbarwohnung gerettet und dort an das Fenster geklopft, woraufhin der Anwohner den Notruf absetzte. Noch bevor die Einsatzkräfte eintrafen, verschwand der Mann jedoch wieder und verschanzte sich zusammen mit seinem Hund im Keller des Gebäudes.
Dort wurde er von den eingesetzten Polizeibeamten angetroffen, überwältigt und fixiert. Nach Angaben der Polizei leistete er dabei Widerstand gegen die Vollstreckungsbeamten. Da er sich zum Zeitpunkt des Einsatzes in einem psychischen Ausnahmezustand befand, wurde er im Anschluss an die Festnahme in eine psychiatrische Einrichtung eingeliefert.
Für den Einsatz in Kenn waren die Feuerwehren aus Schweich, Longuich und Kenn im Einsatz, unterstützt von zwei Rettungswagen. Die Polizeiinspektion Schweich war mit drei Streifenwagen vor Ort, um die Lage abzusichern und die Evakuierung zu begleiten. Weil sich der Hund des Bewohners während des gesamten Einsatzes in dessen unmittelbarer Nähe befand, war zusätzlich eine Diensthundeführerin der Polizei vor Ort, um das Tier zu sichern und weitere Gefährdungen zu vermeiden.
Die genaue Ursache des Brandes ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen dazu übernommen. Sowohl die Polizei als auch lokalo.de bestätigen, dass die Hintergründe des Feuers derzeit noch untersucht werden. Angesichts des psychischen Ausnahmezustands des Mannes und seines ungewöhnlichen Verhaltens während des Einsatzes dürfte die genaue Klärung des Hergangs noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Für die Bewohner des Mehrparteienhauses bleibt die Situation vorerst angespannt: Während die übrigen Wohnungen nach der Evakuierung grundsätzlich wieder nutzbar sein dürften, bleibt die Dachgeschosswohnung aufgrund des erheblichen Schadens zunächst unbewohnbar. Weitere Informationen zum Fortgang der Ermittlungen werden von der zuständigen Polizeiinspektion Schweich erwartet.






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