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500 Grillen im Trierer Dom ausgesetzt: Mann muss sich wegen Störung der Religionsausübung verantworten

500 Mittelmeergrillen im Trierer Dom ausgesetzt: Ein 72-Jähriger muss sich wegen Störung der Religionsausübung verantworten. Alle Fakten zum Fall im Überblick.

Redaktion
·
15. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Woche

Ungewöhnlicher Zwischenfall im Trierer Dom

Im Trierer Dom hat ein 72-jähriger Mann aus Trier für einen kuriosen Zwischenfall gesorgt: Er soll im Bereich der Heilig-Rock-Kapelle rund 500 Mittelmeergrillen ausgesetzt haben. Wie die Polizeidirektion Trier mitteilte, ereignete sich der Vorfall an einem Mittwoch kurz nach 13 Uhr. Die Tiere begannen daraufhin ein lautes Zirp-Konzert, das dem Gotteshaus laut Polizei ein „kurzzeitiges mediterranes Flair“ verlieh.

Zeugin beobachtet und verfolgt Verdächtigen

Eine aufmerksame Zeugin beobachtete, wie der Mann die Grillen aus einem Karton im Inneren des Doms freiließ und anschließend das Gebäude verließ. Sie folgte ihm daraufhin und verständigte die Polizei. Nach Angaben der Rhein-Zeitung gab sich die Zeugin bei der Kontrolle im Bereich des Rindertanzplatzes als Hinweisgeberin zu erkennen. Der Tatverdächtige führte zu diesem Zeitpunkt noch den Karton mit der Aufschrift „Mittelmeergrillen, 500 Stück, Einzelfutter“ mit sich.

Strafverfahren wegen Störung der Religionsausübung

Die Polizei leitete gegen den 72-Jährigen ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Störung der Religionsausübung gemäß Paragraf 167 des Strafgesetzbuches ein. Der Tatbestand sieht im Höchstmaß eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Zu seinem Motiv machte der Beschuldigte bislang keine Angaben, wie sowohl die Polizeidirektion Trier als auch der evangelische Pressedienst epd berichten.

Bistum Trier reagiert mit Sperrung und Kammerjäger

Das Bistum Trier reagierte umgehend auf den Vorfall und sperrte den betroffenen Bereich des Doms. Zudem wurde ein Kammerjäger beauftragt, die Insekten wieder zu entfernen. Nach Angaben der Rhein-Zeitung lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch keine genauen Informationen zur Dauer und zum Umfang der Bekämpfungsmaßnahmen vor.

Fazit

Der Trierer Dom, eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt, wurde durch die Aktion kurzzeitig zum Schauplatz eines ungewöhnlichen Polizeieinsatzes. Während die Ermittlungen zum Motiv des Mannes weiterlaufen, bleibt der Fall ein skurriles Beispiel dafür, wie ein einzelner Karton mit Futtertieren für erheblichen Wirbel in einem der ältesten Gotteshäuser Deutschlands sorgen kann.

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