
Die Ausstellung „Können die davon leben?“ in der ERA Trier zeigt bis Ende Oktober Kunstwerke zum Thema Kunst und Wirtschaft – mit Werken lokaler Künstler und…
Können die davon leben? Diese Frage stellen sich nicht nur Künstlerinnen und Künstler selbst — sie steht auch im Zentrum einer Ausstellung, die in Trier für Gesprächsstoff sorgt. In der Europäischen Rechtsakademie ERA in der Metzer Allee 4 in Heiligkreuz zeigt das Trierer Kunsthaus „Alte Druckerei“ eine Gemeinschaftsausstellung, die sich mit dem Wert von Kunst und den Bedingungen ihres Entstehens auseinandersetzt. Seit dem 3. September geöffnet, läuft die Schau noch bis Ende Oktober — und wer Kunst mit Haltung erleben will, bekommt hier reichlich Stoff zum Nachdenken.
Der Titel ist bewusst provokant gewählt. Verändert sich der Blick auf ein Kunstwerk, wenn dessen Verkauf den Lebensunterhalt sichert? Entsteht Kunst anders, wenn wirtschaftliche Zwänge mitspielen? Genau diesen Fragen widmen sich die sieben Mitglieder des 2007 gegründeten Kunsthauses „Alte Druckerei“ — mit einer beeindruckenden Bandbreite an Techniken: Mixed Media, Siebdruck, Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie und Holzkunst treffen aufeinander und erzählen jede auf ihre Weise von diesem Spannungsfeld.
Zu den ausstellenden Künstlern gehören Anja Streese mit Siebdruck und Mixed Media, Klaus Berghaus mit Malerei, Jairo Gutiérrez Feut mit Malerei und Fotografie, Axel Schumann mit Fotografie sowie Toni Schneider mit Holzkunst. Ergänzt wird die Riege durch die Gäste Peter Heinbücher und Doris Tasarek, beide mit fotografischen Arbeiten.
Besonders spannend wird’s durch den Beitrag der Grundkurse Bildende Kunst der Jahrgangsstufen 12 und 13 des Gymnasiums Saarburg. Die jungen Künstlerinnen und Künstler setzen sich ebenfalls künstlerisch mit dem Ausstellungsthema auseinander — ein frischer Blick von außen auf eine Frage, die Generationen von Kreativen beschäftigt. Die Laudatio zur Ausstellung hält übrigens die Künstlerin und Kunstpädagogin Margit Schäfer, die den Bogen zwischen etablierter Kunstszene und Nachwuchs schlägt.
Heute, am Mittwoch, den 21.10., hat die Ausstellung von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Und auch danach bleibt noch Zeit: Weitere Termine stehen am 26.10., 27.10., 28.10., 29.10. und 30.10. jeweils ab 9 Uhr an. Das heißt für dich: Es gibt mehrere Gelegenheiten, in Ruhe durch die Räume der ERA zu schlendern und sich von den Werken berühren zu lassen — oder provozieren, je nachdem, wie man’s nimmt.
Der Eintritt und weitere Details lassen sich direkt beim Veranstalter erfragen. Das Kunsthaus „Alte Druckerei“ Trier ist unter der Nummer 0049 157 34 37 1811 sowie per E-Mail erreichbar, und auf der Website des Kunsthauses gibt’s zusätzliche Informationen rund um die Ausstellung und die beteiligten Künstler.
Diese Ausstellung ist mehr als nur eine Aneinanderreihung von Bildern und Objekten. Sie ist eine Einladung, über etwas nachzudenken, das im Kunstbetrieb oft unter den Teppich gekehrt wird: die wirtschaftliche Realität hinter der Kreativität. Wer sich für regionale Kunst interessiert, wer wissen will, wie Trierer Künstlerinnen und Künstler mit genau dieser Spannung umgehen, und wer nebenbei auch noch junge Talente aus Saarburg entdecken möchte, hat hier die passende Gelegenheit. Einfach vorbeischauen — die nächsten Termine stehen fest, und der Eintritt in die Gedankenwelt der Künstler kostet erstmal nur deine Zeit.
Trier hat wieder einmal gezeigt, dass Kunst und gesellschaftliche Fragen Hand in Hand gehen können. Schau rein, lass dich überraschen — und bild dir deine eigene Meinung zur Frage, ob man von der Kunst leben kann oder soll.






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