
Dem Multikulturellen Zentrum Trier droht nach 35 Jahren das Aus, weil die Förderung wegfallen soll.
Das Selbstverwaltete Multikulturelle Zentrum Trier steht nach eigenen Angaben vor dem Aus. Wie aus einer Spendenaktion auf der Plattform GoFundMe hervorgeht, hat das Ministerium des Inneren, für Sport und Infrastruktur dem Verein mitgeteilt, dass die institutionelle Förderung zum Ende dieses Jahres entzogen werden soll. Diese Förderung habe nach Angaben des Vereins seit über 25 Jahren die finanzielle Grundlage der Arbeit gebildet.
Der Verein selbst besteht nach eigenen Angaben seit mehr als 35 Jahren und setzt sich nach eigener Darstellung für Solidarität mit Menschen auf der Flucht sowie gegen Rassismus ein. Mit dem Wegfall der Förderung sieht der Verein seine Existenz unmittelbar bedroht.
Um die Zeit bis zu einer möglichen neuen Finanzierung zu überbrücken, hat der Verein über GoFundMe eine Spendenkampagne gestartet. Ursprünglich sollten bis zum 30. Oktober 6.355 Euro zusammenkommen, um die Miete der Vereinsräume im kommenden Jahr bis zu einer ordentlichen Kündigung sowie das Gehalt der Geschäftsführerin während der viermonatigen Kündigungsfrist weiterzahlen zu können. Laut der Kampagnenseite wurde dieses erste Etappenziel bereits innerhalb eines Tages erreicht.
Angesichts der hohen Spendenbereitschaft hat der Verein das Spendenziel nach eigenen Angaben auf 12.710 Euro verdoppelt, um einen weiteren Monat finanziell überbrücken zu können. Zum aktuellen Stand der Kampagne wurden laut GoFundMe bereits mehr als 8.000 Euro von über 150 Unterstützerinnen und Unterstützern gesammelt.
Parallel zur Spendenaktion bemüht sich der Verein laut eigenen Angaben auf politischer Ebene um eine Fortsetzung der Förderung durch das Land und steht demnach im Austausch mit Stiftungen, um Möglichkeiten für eine längerfristige Projektförderung auszuloten. Sollte die benötigte Summe nicht zusammenkommen, müsste der Verein nach eigenen Worten den Arbeitsvertrag der Geschäftsführerin sowie den Mietvertrag der Räumlichkeiten kündigen und die Arbeit einstellen.
Organisiert wird die Spendenkampagne von Markus Lauterborn aus Trier. Wie weit die Gespräche mit dem Land und möglichen Förderstiftungen mittlerweile gediehen sind, geht aus den öffentlich zugänglichen Angaben bislang nicht hervor.






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