
Auf dem Aldi-Parkplatz in Prüm erbeutete ein falscher Spendensammler per Kartenzahlung einen vierstelligen Betrag.
Ein ungewöhnlicher Betrugsfall beschäftigt derzeit die Polizei in der Region: Auf dem Parkplatz des Aldi-Marktes in Prüm wurde am 1. Oktober gegen 13 Uhr ein Mann Opfer eines dreisten Betrugs. Ein bislang unbekannter Täter sprach ihn an und bat um eine Spende. Was zunächst nach einer harmlosen Bitte klang, entpuppte sich im Nachhinein als gezielte Masche.
Auffällig war von Beginn an, dass der Spendensammler kein Bargeld annehmen wollte. Stattdessen bestand er ausschließlich auf eine Zahlung per Bankkarte. Dazu hielt er dem Geschädigten ein Mobiltelefon entgegen, auf dessen Display ein vermeintlich harmloser, zweistelliger Spendenbetrag angezeigt wurde. Der Geschädigte ging offenbar davon aus, nur eine kleine Summe zu überweisen. Tatsächlich wurde im Anschluss jedoch ein vierstelliger Betrag von seinem Konto abgebucht – ein finanzieller Schaden, der weit über das hinausgeht, was für eine Spende üblich wäre.
Die Polizeiinspektion Prüm hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs eingeleitet. Zur Tatzeit und am Tatort konnte der Täter bislang nicht festgenommen werden, seine Identität ist noch unbekannt.
Nach aktuellem Ermittlungsstand wird der gesuchte Mann wie folgt beschrieben:
Weitere Details zur Kleidung, zum Alter oder zu sonstigen Merkmalen liegen der Polizei bislang nicht vor.
Die Polizeiinspektion Prüm sucht nun nach Zeugen, die am 1. Oktober gegen 13 Uhr auf dem Aldi-Parkplatz entsprechende Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zu der unbekannten Person machen können. Auch mögliche weitere Geschädigte, die ähnliche Erfahrungen mit vermeintlichen Spendensammlern gemacht haben, werden gebeten, sich zu melden.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Prüm unter der Telefonnummer 06551 942 0 oder per E-Mail an pipruem@polizei.rlp.de entgegen.
Der Fall aus Prüm zeigt einmal mehr, wie wichtig Vorsicht im Alltag ist, wenn es um unbekannte Personen und spontane Zahlungsaufforderungen geht. Besonders kritisch sollte man reagieren, wenn eine Bezahlung ausschließlich per Karte oder Mobilgerät verlangt wird und Bargeld explizit abgelehnt wird. Seriöse Spendenorganisationen arbeiten in der Regel transparent, mit offiziellen Ausweisen oder erkennbaren Sammelbehältern – und drängen niemanden zu einer sofortigen Kartenzahlung über ein fremdes Gerät.
Wer auf einem Parkplatz, vor einem Supermarkt oder an anderen öffentlichen Orten von Fremden um eine Spende gebeten wird, sollte besonders aufmerksam sein, wenn der angezeigte Betrag nicht eindeutig nachvollziehbar ist oder die Zahlung über ein privates Smartphone abgewickelt werden soll. Im Zweifel ist es ratsam, eine Spende abzulehnen oder zumindest genau zu prüfen, welcher Betrag tatsächlich abgebucht wird, bevor man eine Transaktion bestätigt.
Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Prüm laufen derzeit auf Hochtouren. Antenne Trier wird über den weiteren Verlauf des Falls berichten, sobald neue Informationen vorliegen.






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