
Auf der Moselbrücke in Bullay kollidierten ein Wohnmobil und ein Ford Transit – die Fahrerin flüchtete. Die Polizei Zell sucht nun Zeugen des Unfalls.
Auf der Moselbrücke in Bullay ist es am Montagmorgen zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem die Fahrerin des unfallverursachenden Fahrzeugs anschließend einfach weiterfuhr. Wie die Polizei berichtet, ereignete sich der Vorfall gegen 09:30 Uhr im Begegnungsverkehr auf der Brücke. Ein weißes Wohnmobil und ein entgegenkommender Ford Transit kollidierten dabei auf der engen Fahrbahn.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler entfernte sich die Fahrerin des Wohnmobils, die auf etwa 70 Jahre geschätzt wird, im Anschluss von der Unfallstelle, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Damit liegt aus Sicht der Polizei eine klassische Unfallflucht vor, wie sie regelmäßig auf den engen Moselbrücken in der Region vorkommt, wenn Begegnungsverkehr und knapper Platz aufeinandertreffen.
Die Polizeiinspektion Zell hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen und bittet nun die Öffentlichkeit um Mithilfe. Insbesondere Personen, die den Zusammenstoß auf der Brücke beobachtet haben oder Angaben zu dem weißen Wohnmobil und seiner Fahrerin machen können, sollen sich bei den Beamten melden. Hinweise nimmt die Dienststelle telefonisch unter 06542-98670 oder per E-Mail an pizell@polizei.rlp.de entgegen.
Solche Aufrufe sind bei Unfallfluchten keine Seltenheit: Oft sind es genau die Angaben von Zeugen zu Kennzeichen, Fahrzeugtyp oder Fahrverhalten, die am Ende zur Identifizierung der flüchtigen Person führen. Wer also am Montagvormittag im Bereich der Bullayer Moselbrücke unterwegs war und etwas Auffälliges bemerkt hat, kann mit seiner Aussage entscheidend zur Aufklärung des Falls beitragen.
Der Vorfall auf der Bullayer Brücke reiht sich in eine Serie ähnlicher Meldungen aus dem Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Wittlich ein. Erst am selben Tag musste die Polizei in Kelberg zu einem Verkehrsunfall mit einer verletzten Person ausrücken: Eine 16-jährige Kradfahrerin war aufgrund einer Ölspur auf der Mayener Straße gestürzt und hatte sich dabei leichte Verletzungen zugezogen. Auch hier hatte sich der Verursacher der Ölspur zunächst nicht gemeldet, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert.
Auch im Fall einer beschädigten Straßenlaterne in Waxweiler ermittelt die Polizei wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Dort war die Laterne in der Luxemburger Straße beschädigt worden, vermutlich durch ein landwirtschaftliches Fahrzeug, das Ackerstollenspuren in der Umgebung hinterlassen hatte. Auch in diesem Fall entfernte sich der Verursacher, ohne sich um den Schaden zu kümmern.
Diese Häufung zeigt, dass Unfallfluchten im ländlichen Raum rund um Wittlich, Bullay und Zell ein wiederkehrendes Thema für die Polizei sind. Gerade auf schmalen Brücken, engen Ortsdurchfahrten oder bei widrigen Straßenverhältnissen wie Ölspuren kommt es offenbar immer wieder zu Situationen, in denen Verursacher nicht am Unfallort bleiben.
Für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in der Region ist der Fall ein Hinweis darauf, wie wichtig schnelles und aufmerksames Handeln nach einem Unfall ist. Wer selbst in einen Zusammenstoß verwickelt ist, sollte stets an der Unfallstelle bleiben und die Polizei informieren, um sich nicht dem Vorwurf der Unfallflucht auszusetzen. Für Zeugen gilt: Auch scheinbar kleine Beobachtungen wie Fahrzeugfarbe, Fahrtrichtung oder markante Details können den Ermittlern entscheidend weiterhelfen.
Die Polizeiinspektion Zell setzt nun auf die Mithilfe der Bevölkerung, um die Fahrerin des weißen Wohnmobils zu ermitteln und den Fall aufzuklären. Bis dahin bleibt der Unfall auf der Bullayer Brücke ein weiteres Beispiel dafür, wie schnell aus einem alltäglichen Verkehrsmoment ein Fall für die Ermittler werden kann.






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